VR180 Kamera Guide & Test – Virtual Reality Videos und Fotos in echtem 3D

Das neue Videoformat VR180 wurde von Google im Juni 2017 vorgestellt. Das Projekt VR180 soll Virtual Reality Videos für jeden zugänglich machen. Das Projekt von YouTube und der Daydream-VR-Abteilung von Google ist unserer Meinung nach sehr vielversprechend. Anstatt sich in einem 360-Grad Motiv wiederzufinden, beschränkt man sich auf 180 Grad, was dem natürlichen Sichtfeld des Menschen angepasst ist. In diesem Guide erfahren Sie alles über die neuen VR180 Kameras. Dazu besprechen wir alle Details um dieses aufregende 3D-Erlebnis. (Artikel vom 19.05.2018 / Update)

VR180 Videos für VR-Brille & Smartphone

VR180 Videos für VR-Brille & Smartphone

Bei Auswertungen von 360-Grad-Videos auf YouTube fällt auf, dass die meisten VR-Betrachter sich nicht komplett drehen, um den kompletten Rundum-Anblick im Video zu betrachten. Eine Tatsache, die uns bei Tests von 360-Grad Kameras immer wieder auffiel: mit der VR-Brille will man nicht immer aufstehen und sich komplett um die Achse drehen. Man sitzt auf dem Sofa und genießt die Ansicht im 180-Grad Bereich.

Das entspricht auch unserer Erfahrung. Natürlich ist es mal wieder Google, die auf das richtige Pferd setzen. Während alle Kamera-Hersteller sich noch auf das 360-Grad Format gestürzt haben, um den fahrenden Zug nicht zu verpassen, hat Google mal wieder um die Ecke gedacht. Eine perfekte Idee!

Denn der fehlende 3D-Effekt, der monoskopischen 360-Grad Kameras, machte ein immersives Erlebnis kaum möglich. Das eintauchen in virtuelle Realitäten benötigt einfach 3D. Die neuen VR180 Kameras liefern genau diesen stereoskopischen 3D Effekt. Beim betrachten der ersten Videos, auf einem speziell dafür ins Leben gerufenen VR180 YouTube Kanal, konnten wir uns vom neuen Format überzeugen.

Die ersten VR180 Kameras – unserer Empfehlungen

Die ersten VR 180 Kameras sollen noch im Frühjahr 2018 erscheinen. Allerdings war die erste Ankündigung Mitte 2017 auf den Winter 2018. Inzwischen hat sich das ganze um ein paar Monate nach hinten geschoben. Yi Technology hat auf der CES 2018 in Las Vegas angekündigt , dass ihr Modell noch im Frühjahr erscheinen soll. Die Yi Horizon VR 180 Kamera. Lenovo hat ihre Lenovo Mirage VR180 Kamera ebenfalls für den Frühling 2018 angekündigt

Yi Horizon VR180 Kamera – 5.7k und echtes 3D

Yi Horizon VR180 Kamera

Yi Horizon VR180 Kamera

Die neue VR180 Kamera von Yi Technology soll noch im Frühjahr 2018 erscheinen. Damit wäre sie mit großer Wahrscheinlichkeit die erste VR180 Kamera für den Endverbraucher, die von Google zertifiziert ist. Die Daten der angekündigten Kamera lesen sich sehr beeindruckend:

  • 3D Virtual Reality (3DVR) in 5.7K
  • 4K Live-Streaming
  • Touchscreen
  • App-Control

So soll die YI Horizon VR180 mit 3DVR, 4K Live-Streaming, Touchscreen und App-Control ausgestattet sein. Mit einem Ambarella H2V95 Chipsatz filmt sie Videos mit 5.7K. Auch Fotos werden in 5.7K aufgenommen. Das der Hersteller das sehr gut beherrscht, das haben sie bereits mit ihrer 360-Grad Kamera Yi 360 bewiesen. Diese nimmt sehr scharfe Bilder mit 5.7K auf und gehört deshalb auch zu unseren Top-Empfehlungen bei den 360-Grad Kameras. Außerdem ist sie mit ca. 400 € absolut bezahlbar, was Hoffnungen auf einen günstigen Kaufpreis bei der Yi Horizon VR 180 macht. Auf der CES 2018 in Las Vegas hat das der Hersteller auch angekündigt.

Live-Stream in 4K mit der Google VR180 App

Zusammen mit der Google VR180 App können beispielsweise Sportveranstaltungen Live gestreamt werden – in 4K. Natürlich auch in 3D. Das in der Kamera eingebaute WiFi ermöglicht das direkte Streaming mit der Google App. Wir sind schon gespannt auf die ersten Tests.

Selfie-Monitor

Ein lustiges Feature hat Yi Technology mit dem Selfie-Monitor eingebaut. Der Monitor kann nach vorne geklappt werden und so kann man ein perfektes Selfie machen. Übrigens auch Live. Will man sich und seine Freunde in 3D aufnehmen und veröffentlichen, dann klappt man den Bildschirm nach oben und kann so den Bildausschnitt perfekt kontrollieren. Eine innovative Idee!

Mehr über Yi Horizon VR180 Kamera

Erste Testaufnahmen können auf YouTube angesehen werden. Diese sind sehr beeindruckend und zeigen was mit dieser neuen Technologie möglich ist. Unser Favorit ist aufgrund der hervorragenden Testvideos die YI Horizon VR 180, die wir sobald sie verfügbar ist, gleich selber testen werden. Mit den 5.7K ist sie ganz vorne dabei.
Update vom 19.05.2018: Wir haben eine der ersten Lenovo Mirage Kameras aus den USA bekommen und testen diese bereits. In den nächsten Tagen erscheint hier unser Testbericht mit allen Infos zur neuen Kamera. Im folgenden schon einmal ein paar der ersten Test-Videos, die wir mit der Lenovo Mirage gemacht haben.

Eine gute Playlist mit Videos der Lenovo Mirage Kamera findet ihr hier:

Lenovo Mirage VR180 Videos

Unsere Playlist mit den Test-Videos der Lenovo findet ihr hier:

Unsere Test-Videos mit der Lenovo Mirage

Lenovo Mirage VR180 Kamera – 3D mit 4K

Lenovo Mirage VR180 Camera (2GB RAM, 16GB Speicher, 13MP und 13MP, Android) Weiß
Das Unternehmen Lenovo gehört ebenfalls zu den Partnern in Googles neuem VR180 Konzept. Mit der Lenovo Mirage hat der Hersteller ebenfalls einen Prototyp seiner neuen 3D-Kamera vorgestellt. Auf der CES 2018 konnte man das Produkt bereits bewundern. Das Erscheinen der Mirage Solo wurde ebenfalls für den Frühling 2018 angekündigt.

Sie soll 3D-Videos und Fotos in 4K Auflösung aufnehmen. Auch ein Live-Stream soll möglich sein. Mit einer Blende von F/2,1 und einer Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden wird die neue VR180 Kamera an den Start gehen. Natürlich ist Wifi eingebaut.

Die Frontlinsen arbeiten jeweils mit 13 Megapixel und erlauben so hoffentlich ein scharfes Bild mit 4K und 30 fps. MicroSD-Karten bis zu 128 GB können in die Kamera eingesetzt werden. Damit sind viele Aufnahmen sicher.

Zusammen mit der Kamera wird die VR-Brille Lenovo Mirage Solo erscheinen, die das immersive eintauchen in die Aufnahmen ermöglichen wird. Die neue VR-Brille soll für die Plattform Google Daydream ausgelegt sein. Mit Positionstracking ausgestattet wird kein Smartphone benötigt, um die Aufnahmen anzuschauen. Die dafür eingesetzte Technologie basiert auf Googles Trackingtechnologie „Worldsense“. Sie arbeitet zusammen mit einem Daydream-Controller.

Die Lenovo Mirage auf Amazon ansehen

Unser Test-Video mit der Lenovo Mirage: Bildqualität im Check

VR180 3D Video mit der Lenovo Mirage: Autofahrt durch einen Ort

Beim Filmen eines Hundes: Unbedingt mit VR-Brille ansehen

Für das eintauchen in virtuelle Welten wird ein LC-Display mit 2560 x 1440 Pixel bei 75 Hz eingesetzt. Über einen SD-Karten-Slot können eigene Aufnahmen alternativ angesehen werden. Das Vergnügen soll dann um die 400 € kosten, natürlich ohne die Kamera hier wurde noch kein Preis angekündigt.

Mehr über die Lenovo Mirage

Warum VR180 Kameras?

Das neue VR180 soll das 360-Grad VR-Format ergänzen und verbessern. Denn trotz zahlreicher, bezahlbarer 360-Grad-Kameras konnte sich das monoskopischen Video- und Fotoformat bisher nicht beim Endverbraucher auf breiter Ebene durchsetzen. Unserer Meinung nach liegen die Gründe dafür hier:

  • Zu kompliziert beim Filmen,
  • Einschränkungen bei der Handhabung, Aufnahme und Veröffentlichung,
  • Fehlender 3D-Effekt bei bezahlbaren Kameras,

VR 180 soll das nun ändern. Und was wir gesehen haben, das gefällt uns sehr gut! Auf der diesjährigen CES 2018 in Las Vegas wurden nun die ersten Prototypen der neuen VR180-Grad Kameras vorgestellt. Und was wir gesehen haben sind beeindruckende Videos in echtem 3D. Dabei sollen die VR180 Kameras preislich im Bereich guter Kompakt-Digitalkameras angesiedelt sein.

VR180-Experience 3D in London

Dadurch erhofft man sich natürlich eine größere Nachfrage, um echte stereoskopische (3D) Virtual Reality Videos und Fotos endlich auch dem Durchschnittsfilmer nahe zu bringen. Die ersten Unternehmen (Yi Technology & Lenovo), die von Google zertifizierte 180-Grad Kameras noch in diesem Frühjahr auf den Markt bringen werden, haben ihre Prototypen auf der CES in Las Vegas vorgestellt.

Die Lenovo Mirage auf Amazon ansehen
Mit ihrer Plattform YouTube setzt Google schon seit 2 Jahren auf immersive Video- und Fotoinhalte. Die „flachen“ 360-Grad-Videos konnten sich jedoch beim breiten Endverbraucher (noch) nicht durchsetzen.

Unser 360-Grad-Experte Alex meint dazu: „360-Grad-Videos und Fotos sind für den normalen Endverbraucher immer noch viel zu kompliziert. Die Endgeräte noch nicht einfach genug zu bedienen. Das langwierige Stitching benötigt gute PCs und dauert einfach viel zu lange. Außerdem ist das aufnehmen und weitergeben durch weitere Bearbeitungsschritte unterbrochen, was dem Normalverbraucher etwas die Lust nimmt. Außerdem ist die Qualität im bezahlbaren 4k Kamera-Segment immer noch nicht gut genug. Allerdings tut sich hier momentan einiges: mit der Garmin Virb 360 (5.7k) und GoPro Fusion (5.2k) sind nun deutlich bessere 360-Grad-Kameras auf den Markt gekommen, die auch für interessierte Neueinsteiger bezahlbar sind.

Die Vorteile von VR180 gegenüber 360-Grad-Videos

Linsen einer VR-Brille

Linsen einer VR-Brille

Das neue VR180 Videoformat hat unserer Meinung nach einige wesentliche Vorteile gegenüber dem bisherigen 360-Grad-Format. Denn dieses hatte unter einigen Einschränkungen zu leiden, was dem Durchschnittsverbraucher wenig Lust machte, 360-Grad-Videos und Fotos zu machen.

Natürlicher Blickwinkel von 180-Grad-Videos

Sich mit einer VR-Brille in einem 360-Grad Video guter Qualität zu bewegen ist faszinierend. Man kann sich drehen und in jede Blickrichtung alles betrachten. Allerdings hat man bei Auswertungen von YouTube Videos festgestellt, dass die meisten Nutzer das überhaupt nicht tun. Sie betrachten immer nur den Bildausschnitt vor sich.

Warum? Weil man meistens auf dem Sofa sitzt oder in einer entspannten Position, wie zum Beispiel liegend im Bett, wenn man VR-Videos ansieht. Die wenigsten wollen dann aufstehen und sich drehen, um andere Bildausschnitte zu sehen. Das haben wir in unseren eigenen Tests von 360-Grad-Kameras immer wieder festgestellt. Wir hatten auch keine Lust dazu. Besser war eine geführte Kamerafahrt in der virtuellen Realität.

Das hat natürlich auch Google mit ihrer Plattform YouTube erkannt, die dieses Argument auch für ihr neues VR180 Video-Konzept gebracht haben. Genau richtig, wie wir finden! Diese Einschränkung auf den Blickwinkel von 180° bringt weitere Vorteile mit sich, die wir gleich vorstellen werden.

Der Bildausschnitt kann selber bestimmt werden

Eine wesentliche Einschränkung von 360-Grad-Videos und Fotos ist die Tatsache, dass man den Bildausschnitt nicht bestimmen kann. Filmt man beispielsweise im Urlaub eine Sehenswürdigkeit, dann ist man immer auch selber mit im Bild. Außerdem Bildausschnitte, die man vielleicht überhaupt nicht zeigen möchte. Wenn man in seiner Wohnung Videos macht, dann können Betrachter sich jede Ecke im Zimmer ansehen. Das ist auch nicht gerade von jedermann gewünscht.

Fazit: Die Tatsache, dass man beim Video immer selber mit im Bild ist, ist unserer Meinung nach ein No-Go für den Durchschnittsverbraucher! Die einzige Alternative: sich hinter irgendwelchen Objekten zu verstecken während der Aufnahme. Ziemlich lästig und auch nicht immer möglich.

Das neue VR180-Grad Format macht dem endlich ein Ende. Beim Aufnehmen von Videos und Fotos bestimmt man endlich wieder selber, welchen Bildausschnitt man dem Betrachter zeigen möchte. Außerdem ist ein Festlegen des Blickwinkels nun wieder über die Kamera möglich.

Unser Hinweis: Bei 360-Grad-Videos braucht man dafür eine teure Software, mit der man dann den Blickwinkel im Nachhinein für jede Szene selber festlegen muss. Für Profis und Hobbyfilmer sicherlich kein Problem. Für den Durchschnittsverbraucher allerdings ein absoluter Grund nicht in 360-Grad zu filmen.

Endlich ein echter 3D-Effekt

Eine wesentliche Einschränkung der 360-Grad-Aufnahmen war der fehlende 3D-Effekt. Die Aufnahmen waren flach und ein echtes eintauchen über eine VR-Brille nicht möglich. Zwar liefern auch monoskopische 360-Grad-Kameras faszinierende Bilder, aber die stereoskopische 3D-Experience war nicht gegeben. Zumindest nicht bei den bezahlbaren Kameras.

Der Unterschied zwischen monoskopischen und stereoskopischen Videos

VR180 Grad Video auf Smartphone Display

VR180 Grad Video auf Smartphone Display

Die klassischen 360-Grad Kameras ohne 3D nehmen mit zwei Linsen jeweils eine Blickrichtung von ca. 190 bis 200 Grad auf. Beim sogenannten Stitching werden dann die beiden Aufnahmen zusammengefügt. Der Überhang der beiden Aufnahmen wird für den Stitching-Prozess benötigt. Die bezahlbaren Endverbrauchermodelle bedienen sich dabei jeweils einer Linse pro Blickrichtung. Diese nimmt dann mit einer Brennweite von 190-200° auf. So kann man im Nachhinein ein 360-Grad Video oder Foto zusammenfügen.

Da allerdings jede Blickrichtung nur mit einer Linse aufgenommen wird, fehlt der 3D-Effekt. Bei diesen Aufnahmen spricht man dann von monoskopischen Videos und Fotos. Oder anders ausgedrückt: es gibt keinen räumlichen 3D-Effekt!

Dieser entsteht nämlich durch die Aufnahme des gleichen Bildauschnitts aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Abstand der beiden Linsen entspricht dann ungefähr dem Abstand der beiden Augen beim Menschen. So entsteht eine räumliche Wirkung.

Ist diese räumliche Wirkung vorhanden, also die Aufnahme des gleichen Bildausschnitts mit zwei versetzten Linsen, dann spricht man von stereoskopischen Videos und Fotos. Oder kurz gesagt: es gibt einen 3D-Effekt und damit eine räumliche Erfahrung.

Was heißt immersiv?

Häufig trifft man bei 180-Grad und 360-Grad Aufnahmen auf den Begriff des immersiven eintauchen, auch immersive Erfahrung genannt. Gemeint ist damit immer das gleiche: das eintauchen in das Video oder Foto. Die Erfahrung soll möglichst echt sein. Deshalb spricht man auch von Virtual Reality. Oder auf Deutsch: Virtueller Realität. Deshalb sollte die Erfahrung beim anschauen der Videos und Fotos möglichst real sein.

VR180 macht die virtuelle Erfahrung mit 3D möglich

Das neue Format VR 180 macht unserer Meinung nach dieses eintauchen, oder immersive Erlebnis, erst wirklich möglich. Durch echtes 3D hat man ein viel realistischeres Erlebnis beim betrachten der Aufnahmen in einer VR-Brille, wie dem Google Cardboard oder dem Google Daydream. Aber auch an der Playstation VR kann in die eigenen Aufnahmen eingetaucht werden. Probiert es einfach mal im folgenden Video aus.

Günstigere Kameras

Durch die Beschränkung auf einen Bildausschnitt mit 180-Grad werden die Kameras deutlich günstiger. Natürlich geht auch die Entwicklung in diese Richtung.  Gute 360-Grad-Kameras bekommt man inzwischen auch für 200-300 €. Die neue Samsung Gear 360 (2017) kostet beispielsweise um die 230 € und liefert gute Videos in 360-Grad.

Aber durch die weitere Einschränkung auf eine Blickrichtung können höhere Auflösungen und damit bessere Video-und Fotoqualität erreicht werden. Gleichzeitig werden die Kameras absolut bezahlbar.

Die neuen VR 180 Kameras von Yi Technology und Lenovo werden zeigen, wo der Preis angesiedelt ist. Angekündigt wurde jedoch ein Kaufpreis, der im Bereich einer guten Kompaktkamera liegt. Allerdings ist dieser Preisbereich natürlich dehnbar. Warten wir’s ab!

Einfacher aufnehmen und veröffentlichen

Ein ziemliches Ärgernis bei 360-Grad-Kameras ist der komplizierte Prozess. Zwar gibt es immer Apps, die eine Bearbeitung und Weitergabe vereinfachen sollen. Allerdings kämpfen diese mit Kompatibilitätsproblemen auf diversen Smartphones. Teilweise sind sie nur auf das Smartphone des Herstellers eingeschränkt. Samsung ging mit der ersten Samsung Gear 360 (2016) sogar so weit, die komplette Kompatibilität der App auf die Spitzenmodelle im eigenen Smartphone Bereich einzuschränken.

Natürlich war ein Schneiden und Bearbeiten von Videos auf diesen Apps nicht möglich. Letztendlich konnte man die Aufnahme auf YouTube, Facebook oder andere Plattformen hochladen. Mehr nicht.

Außerdem ist das Stitching (zusammenfügen der beiden Blickrichtungen zu einem 360-Grad Video) in hoher Qualität nur auf einem guten PC mit entsprechender Desktop-Software möglich. Zwar liefern die meisten Kamera-Hersteller ihre eigene Software mit, diese ist aber auf das Stitching und einige Basis-Elemente bei der Bearbeitung beschränkt. So muss man für das Schneiden von hochwertigen Videos immer auf eine teure Fremdsoftware (zum Beispiel Adobe Premiere Pro ) zurückgreifen. Natürlich für den Durchschnittsverbraucher absolut ungeeignet.

Wer einen zu alten PC hat, der bringt die Software für das Stitching erst gar nicht zum funktionieren. Relativ hohe Minimum-Anforderungen werden an PCs und Laptops gestellt. Eine Ausnahme ist Samsung, deren Gear Action Director auch auf älteren Modellen läuft. Das Stitching von langen Aufnahmen dauert dann auch schon mal gerne ein paar Stunden.

Von dem notwendigen Wissen überhaupt mal ein Video zu veröffentlichen mal ganz abgesehen. Diese Einschränkungen haben unserer Meinung nach dazu geführt, die 360-Grad-Kameras noch nicht zum ganz großen Erfolg beim Endverbraucher zu machen.

VR180 soll das einfacher machen

Die neuen VR 180 Kameras sollen hier Abhilfe schaffen Buch. Google hat zusammen mit den Herstellern der VR 180 Modelle angekündigt, das aufnehmen, bearbeiten und weitergeben genauso einfach sein soll, wie bei dem Smartphone.

Das Stitching soll in der Kamera direkt gemacht werden, auch bei höheren Auflösungen. Ob das so sein wird, darauf sind wir gespannt. Für uns ein ganz entscheidendes Qualitätskriterien, damit sich die Kameras durchsetzen. Denn nur dann ist der direkte Upload von qualitativ hochwertigen Videos und Fotos auf Social Media Plattformen möglich. Sobald der Prozess unterbrochen wird, durch ein Stitching und Bearbeiten auf einem Desktop-PC oder Laptop, dann wird dem ganzen Konzept der Wind aus den Flügeln genommen. Das ist zumindest unsere Meinung!

Livestreams in 3D

Die neuen VR180 Kameras sind mit Livestreams angekündigt. So kann jeder mit seiner Kamera Live Partys, Unboxing-Videos, Schminktipps oder andere YouTube Videos streamen. In echtem 3D. Inwieweit die neuen VR180 Modelle dazu in der Lage sind, bleibt abzuwarten.

Das eintauchen in 180-Grad Videos und Fotos: VR-Brille oder Bildschirm?

VR-Brille zum Anschauen von 180-Grad Videos

VR-Brille zum Anschauen von 180-Grad Videos

Das neue Format kann 2D und 3D. Legt man seine Aufnahmen auf YouTube hoch, dann kann der Betrachter entscheiden, ob er dies auf seinem Bildschirm in 2D ansieht, oder mit einer VR-Brille in 3D. Das war bisher bei 360-Grad Videos genauso.  Allerdings ohne 3D.

Unserer Meinung nach ist ein echtes, immersive Erlebnis nur mit einer VR-Brille gegeben. Allerdings hat das natürlich den Vorteil, dass man auch Leute ohne VR-Brille seine Videos zeigen kann. Das ist wichtig, damit sich diese Kameras durchsetzen können. Denn gerade in Deutschland sind die VR-Brillen noch in den Kinderschuhen.

Ältere Personen wissen noch nicht einmal was das ist, wie wir immer wieder feststellen. Und mit älter sind keine 80-jährigen Rentner gemeint, sondern Menschen mittleren Alters.

Fakt ist: nicht jeder hat eine solche Virtual Reality Brille (VR-Brille) zu Hause liegen. Deshalb ist die Möglichkeit das Video ganz normal auf dem Bildschirm in 2D anzuschauen sehr gut.

Hat man eine VR-Brille, wie das Google Cardboard (billigste Variante) oder Google Daydream, dann kann man echtes 3D in 180-Grad erleben. Ansonsten investiert ein paar Euro und kauft Euch diese. Wer einmal das Ganze ausprobieren will sollte die LogiLink Virtual Reality Brille kaufen. Diese haben wir selber getestet und uns von der Qualität überzeugt. Im Handel ist die Brille für ca. 10 Euro zu haben. In unserem VR-Brillen Guide findet ihr unsere Empfehlungen dazu.

Unser Fazit zu VR180

Bereits die 360-Grad Videos und Fotos haben uns im Test sehr gut gefallen. Schauen wir uns jetzt allerdings die ersten 180 Grad Aufnahmen in einer VR-Brille an, dann sind wir begeistert. Die Schärfe und Bildqualität ist aufgrund des kleineren Bildausschnitt deutlich besser geworden. Der 3D-Effekt greift voll und macht ein immersives Erlebnis möglich. Wir freuen uns schon auf die ersten Kameras von Yi Technology und Lenovo, um die ersten Testaufnahmen zu machen. Das was bisher von Google auf YouTube gestellt wurde, macht viel Freude auf mehr.

Eure Anmerkungen und Kommentare

Wir freuen uns auf Eure Kommentare und Anregungen zu dem Thema. Habt ih selber schon eine 360-Grad-Kamera. Oder eine der neuen VR180 Kameras? Postet unsere Meinung und teilt dies mit unseren Lesern.

Quellen und weiterführende Links:

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