Lenovo Mirage VR-Kamera macht 3D Videos und Fotos in 180 Grad

Im Januar 2018 hat Google und Lenovo auf der CES 2018 in Lasvegas die neue Lenovo Mirage Kamera vorgestellt. Diese wurde für das neue VR180 Video- und Fotoformat der Kalifornier entwickelt. Die VR-Kamera kann 3D Videos und Fotos mit einem Blickwinkel von 180-Grad in 4K aufnehmen (Update vom 19.05.2018).

Lenovo Mirage Kamera

Lenovo Mirage Kamera

Die Videos können dann direkt auf YouTube hochgeladen und angesehen werden. Wer möchte kann seine 3D Fotos auf Google Fotos direkt veröffentlichen. Mit diesem neuen VR180 Format will das Team von YouTube und Googles VR Daydream Abteilung die virtuelle Realität endlich auch zum Endverbraucher bringen. Mit bezahlbaren Kameras für den Massenmarkt.

Für diesen Zweck ist man Partnerschaften mit ausgesuchten Herstellern von Kameras eingegangen. Neben Yi Technology ist das auch der chinesische Hersteller Lenovo. Die neuen Kameras werden von Google zertifiziert und garantieren einen problemlosen Ablauf beim Aufnehmen, verarbeiten und veröffentlichen von immersiven 3D Videos und Fotos. Das eintauchen in die Virtual Reality wird damit für jedermann möglich.

Denn die neue Lenovo Mirage soll Gerüchten zufolge um die 300 $ kosten, was für die meisten erschwinglich wäre.

Update vom 19.05.2018: Wir haben eine der ersten Lenovo Mirage Kameras aus den USA bekommen und testen diese bereits. In den nächsten Tagen erscheint hier unser Testbericht mit allen Infos zur neuen Kamera. Im folgenden schon einmal ein paar der ersten Test-Videos, die wir mit der Lenovo Mirage gemacht haben.

Eine gute Playlist mit Videos der Lenovo Mirage Kamera findet ihr hier:

Lenovo Mirage VR180 Videos

Unsere Playlist mit den Test-Videos der Lenovo findet ihr hier:

Unsere Test-Videos mit der Lenovo Mirage

Lenovo Mirage Test-Video von Testsguide.de: Videoqualität im Check

Die Bildstabilisation mit der Google VR180 App und der Kamera

Was kann die VR180 Kamera?

Das Team von Google und YouTube hat sich Gedanken gemacht, wie man 3D zum Endverbraucher bringen kann. Das 360-Grad Format hat bisher den ganz großen Durchbruch noch nicht geschafft.

Das hängt laut Google mit einigen Schwächen dieses Systems zusammen. Durch die komplette Rundum-Ansicht sind die Kameras deutlich teurer, weil zwei hochwertige Linsen verbaut werden müssen. Beide nehmen zusammen erst ein komplettes 360-Grad Video oder Foto auf. Außerdem waren diese Modelle nicht fähig 3D-zu bieten. Das ist allerdings notwendig, um ein eintauchen in die Virtual Reality wirklich zu ermöglichen.

Deshalb setzt Google jetzt auf stereoskopischen 3-D-Videos und Fotos, um ihre Daydream Plattform weiter zu bringen. Außerdem ermöglicht das neue VR 180 Format das leichte aufnehmen und veröffentlichen für Hobbyfilmer auf YouTube. Natürlich kann man die 180-Grad Videos und Fotos auch direkt auf dem Smartphone ansehen – mit einer entsprechenden App.

Die Features der Lenovo Mirage VR180 Kamera

Auf der CES 2018 hat der Hersteller Lenovo die wesentlichen Eckdaten für seine neue Kamera veröffentlicht. Auch auf der Webseite von Lenovo kann man diese nachlesen. So soll die Mirage Kamera in 4K aufnehmen. Zwei Fisheye-Linsen nehmen im 180-Grad Format auf. Dabei sind die Videos und Fotos im stereoskopischen 3-D Format.

Mit einer VR-Brille oder einem VR-Headset kann man dann die eigenen – oder auch fremde -Videos und Bilder in echtem 3D genießen. Die Lenovo Mirage wird zwei 13 Megapixel Linsen eingebaut haben. Die Aufnahmen können auf einem normalen Bildschirm in 2-D angesehen werden oder in einem VR Headset in 3D.

Angekündigt ist die Kamera mit 16 GB internem Speicher, um die Aufnahmen zu sichern. Über die Livestream-Funktion kann der Inhalt jedoch direkt auf YouTube gestreamt werden. Dafür ist Wifi eingebaut.

Die Größe und Handlichkeit

Die VR180 Kamera soll gerade einmal um die 140 g wiegen und damit sehr handlich sein. Von der Größe entspricht sie etwa einem durchschnittlichen Smartphone. So kann man sie überall hin mitnehmen und seine eigenen Erinnerungen in 3D festhalten.

Warum die Einschränkung auf 180-Grad?

Zwar haben 360-Grad Videos und Fotos durchaus Beachtung gefunden. Bisher konnten sie sich auf dem Massenmarkt jedoch nicht durchsetzen. Das liegt an einigen Einschränkungen dieses Rundum-Panorama Formats.

Bei Tests konnte das Team von YouTube und Google feststellen, dass die meisten Betrachter von VR-Inhalten in 360° sich nicht komplett um die eigene Achse drehen, um Videos und Fotos zu betrachten. Dadurch das der Bildausschnitt und Blickwinkel nicht definiert ist, muss man teilweise eben aufstehen und sich drehen. Auch wir konnten in Tests feststellen, dass das ziemlich lästig sein kann.

Zwar konnte man immer schon in hochwertigen Videobearbeitungsprogrammen den Blickwinkel definieren, aber das ist eben nur was für Experten. Für die schnelle Aufnahme zwischendurch ist das nicht brauchbar. Außerdem braucht man dafür teure Fremdsoftware.

Selber immer mit im Bild: Nicht bei 180 Grad

Der andere Kritikpunkt an 360-Grad Aufnahmen war immer schon, dass man sich verstecken muss hinter Objekten, wenn man nicht im Bild erscheinen möchte. Das ist teilweise lästig und manchmal auch überhaupt nicht möglich. Nimmt man Aufnahmen seiner Städtereise auf, dann kann man sich nicht immer verstecken. Außerdem hat man Bildausschnitte auf dem Video oder Foto, die man vielleicht überhaupt nicht drauf haben will. Beispielsweise bei Aufnahmen im eigenen Heim.

Mit dem neuen VR180 kann man den Blickwinkel und den Bildausschnitt wieder selber bestimmen. Unserer Meinung nach die viel bessere Alternative!

Ein anderer großer Vorteil ist der günstigere Kaufpreis dieser Kameras. Dadurch dass man sich auf einen 180 Grad Bildausschnitt konzentriert, braucht man keine zwei hochwertigen Linsen für beide Seiten. Die Auflösung kann beschränkt werden! Damit erreicht man eine deutlich bessere Bildqualität, zu deutlich niedrigeren Kamerapreisen.

Daneben gibt es noch ein paar andere Punkte, die dafür gesorgt haben, dass 360 Kameras sich im Massenmarkt noch nicht durchgesetzt haben.

Der neue Ansatz von Google den Partnern finden wir sehr interessant. Wir werden abwarten müssen, wie die Qualität der ersten Testaufnahmen bei den neuen Kameras ist. Außerdem ob die Handhabung wirklich so einfach werden wird wie von Google angekündigt.

Unsere Meinung zur Lenovo Mirage

Wir sind gespannt wie sich die Bildqualität und Schärfe der 3D 180 Grad Videos und Fotos im ersten Test zeigen wird. Sobald die Kamera auf den Markt kommt werden wir das gleich umfangreich testen. Die Daten und Ankündigungen von Lenovo und Google klingen sehr vielversprechend und machen Lust auf mehr. Abzuwarten bleibt, ob die Auflösung von 4K ausreicht, um ein scharfes Bild zu liefern. Hier hat der Hersteller Yi Technology mit 5.7K bei der Yi Horizon VR180 bereits einen Schritt mehr gemacht.

Übrigens gibt es zeitgleich mit der Lenovo Mirage Kamera ein neues Standalone-VR-Headset des Herstellers, dass die Darstellung der stereoskopischen 3-D Inhalte aus der Mirage Kamera ermöglicht. Dafür ist weder ein Smartphone noch ein PC notwendig. Dieses Headset ist perfekt integriert mit Googles Daydream VR-Plattform. Einem direkten eintauchen in die immersiven Inhalte der virtuellen Realität steht also nichts mehr entgegen.
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