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Heimtrainer oder Ergometer – Was sind die Unterschiede?

Update des Artikels am von Unsere Redaktion

Wer sich heute auf die Suche macht nach einem Ergometer für das radeln Zuhause, der trifft oft auf diese beiden Begriffe: Heimtrainer und Ergometer. Selbst von den Herstellern werden diese Synonyme benützt, obwohl ursprünglich beide Begriffe unterschiedliche Trainingsgeräte bezeichnet haben.

Ein moderner Ergometer

Ein moderner Ergometer

In diesem Beitrag wollen wir einmal der Frage nachgehen, was der Unterschied dieser beiden Trainingsgeräte für die eigenen vier Wände ist. Wo genau die Unterschiede liegen und was beide gemeinsam haben. Oft wird der Begriff Heimtrainer von Herstellern für günstige Geräte benutzt. Allerdings ist das nicht der springende Punkt.

Tatsächlich ist es so das ein lupenreiner Heimtrainer, im Sinne dieses Wortes, tatsächlich in aller Regel deutlich günstiger ist als ein Ergometer. Das liegt an der unterschiedlichen Ausstattung der beiden Trainingsgeräte.

Auf was Sie bei Ihrem Kauf achten sollten, das klären wir nun in diesem Beitrag.

Der Heimtrainer: Einfache Ausstattung und günstig

Die ersten Trainingsgeräte, um Rad zu fahren in den eigenen vier Wänden, waren die klassischen Heimtrainer. Ein Heimtrainer ist ein Cardio-Gerät, mit denen man zu Hause Radfahren simulieren kann und damit die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System trainiert. Ursprünglich war die Idee, dass man durch ein solches Sportgerät sich das Geld für das teure Fitnessstudio sparen kann.

Heimtrainer zeichnen sich durch eine sehr einfache Ausstattung aus. Wenn es sich tatsächlich um richtige Heimtrainer handelt, dann haben sie keinen Bordcomputer und auch die Leistung in Watt lässt sich nicht einstellen. Man kann zwar den Widerstand verändern, aber nicht digital auf bestimmte Watt-Zahlen.

An den alten Geräten waren dafür sogenannte Drehregler vorhanden, mit denen man die Bremse des Fitnessgeräts verstärken konnte und damit den Widerstand erhöhen. Auch ein Bordcomputer mit Anzeige des:

  • Kalorienverbrauchs,
  • der Leistung in Watt und der gefahrenen Strecke,
  • sowie Geschwindigkeit,

gibt es bei Heimtrainer nicht.

Letztlich sind diese Geräte auf das Minimum reduziert: man kann sich draufsetzen, am Lenker festhalten und in die Pedale treten. Allerdings konnte man auch schon bei den ersten Heimtrainern sehr oft die Sitzhöhe und den Lenker an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Allerdings nicht bei allen.

Vorteil von Heimtrainern

Der Vorteil bei den Heimtrainern ist, dass sie in aller Regel sehr günstig sind. Denn es ist keine teure Technik eingebaut und die Herstellung ist günstig. Oft bekommt man diese Geräte schon unter 100 €. Das ist aber auch schon alles an Vorteilen. Denn im Vergleich zu Ergometern überwiegen ganz klar die Nachteile dieser Geräte.

Die Nachteile von Heimtrainern

Die Nachteile von Heimtrainern sind im Prinzip die Vorteile der Ergometer, auf die wir gleich im folgenden eingehen wollen. Besonders störend beim Training auf diesen Rädern ist die Tatsache, dass der Rundlauf meist sehr schlecht ist und der Widerstand nicht wirklich gut eingestellt werden kann. So schleifen oft die Schwungräder an den Bremsen und der Widerstand ist nicht gleichmäßig. Mit einem schlechten Rundlauf ausgestattet ist das Trainings so ziemlich mühsam.

Ein puls- bzw. herzfrequenzbasiertes Training ist auf diesen Geräten kaum möglich, da man den Widerstand nicht wirklich variabel verändern kann.

Zusammenfassend kann man zu den Heimtrainern feststellen, dass diese wirklich nur bei absoluter Geldnot gekauft werden sollten. Auch wenn sie glauben das sie den ganzen modernen Schnickschnack von Ergometern nicht brauchen, so so ist für ein sinnvolles Training zumindest die Möglichkeit der Einstellung des Widerstands in kleinen Schritten notwendig. Außerdem ist ein guter Rundlauf wichtig, damit das Training tatsächlich Spaß macht. Ansonsten hat man immer Aussetzer beim treten und der Widerstand ist nicht gleichmäßig.

Die Ergometer – Weiterentwicklung der Heimtrainer mit jeder Menge Technik

Ein Trainingscomputer mit Watt-Einstellung

Ein Trainingscomputer mit Watt-Einstellung

Die Ergometern waren sozusagen die Weiterentwicklung der Heimtrainer. Heutzutage finden Sie im Handel kaum noch lupenreine Heimtrainer. Denn die Technik ist heutzutage so günstig, dass man auch bei sehr billigen Ergometern durchaus schon eine gewisse Grundausstattung hat.

Moderne Ergometern werden nicht nur im Hobby-Bereich in den Wohnungen eingesetzt, sondern finden auch im Profisport Anwendung. So trainieren viele Profisportler Ausdauer-Einheiten oft auf einem leistungsfähigen Ergometer.

Gute Ergometer haben zumindest folgende Ausstattungsmerkmale:

  • Trainingscomputer mit mehreren Trainingsprogrammen
  • Vorprogrammierte Trainingsprogramme und individuell programmierbare Trainingsprogramme
  • Einige pulsbasierte Trainingsprogramme
  • Eine Vorrichtung um die Herzfrequenz mit einem Brustgurt zu messen (in der Regel durch einen eingebauten Empfänger)
  • Teilweise Handpulssensoren, von denen wir allerdings nicht viel halten (besser einen Brustgurt wie die Profis benutzen)
  • Anzeige von Geschwindigkeit, Leistung in Watt und zurückgelegte Strecke
  • Anzeige der Durchschnittsgeschwindigkeit während des aktuellen Trainings

Profi-Modelle, die meistens in Fitnessstudios stehen und dementsprechend teuer sind, haben noch weitere Features zu bieten. So haben einige dieser Modelle große Bildschirme auf denen man reale Strecken abfahren kann. Der Ergometer simuliert Steigungen und Gefälle und man hat wirklich das Gefühl gerade den Berg hoch zu fahren oder eben herunter. Das macht das Training natürlich abwechslungsreich und spannend.

Weitere Unterschiede zwischen Heimtrainer und Ergometer

Die oben genannten Unterschiede zwischen den beiden Trainingsgeräten sind die für den „Normalsterblichen“ am wichtigsten. Für Semi-professionelle bis professionelle Sportler sind noch andere Aspekte entscheidend. Beispielsweise muss bei einem Ergometer die Leistung in Watt von einem Prüfinstitut gemessen worden sein.

So kann man bei einer Einstellung des Widerstands in Watt auch davon ausgehen, dass dieser Wert tatsächlich stimmt. Bei einem Heimtrainer natürlich überhaupt nicht möglich. Gerade bei Belastungs-EKG im medizinischen Bereich ist das eine absolute Notwendigkeit.

Auch mehr für professionellere Sportler wichtig ist die Tatsache, dass Ergometer einen viel höheren Maximal-Widerstand in Watt erreichen, als die Heimtrainer. Auch günstige Ergometer sind oft schon bis zu 400 Watt einstellbar. Sehr gute Modelle auch noch höher. Allerdings muss man hier dazusagen, dass sie als normaler Trainierender diese Werte niemals treten können.

Ein Beispiel zum Vergleich: wenn Sie bei der Tour de France die Spitzensportler einen steilen Berg hoch fahren sehen, dann treten diese oft 450-500 Watt. Wenn Sie das auch nur ausprobieren, werden sie direkt feststellen, dass sie nicht mal 1 Umdrehung hinbekommen. Das sind unglaublich starke Widerstände, die eine extrem gut trainierte Beinmuskulatur voraussetzen. Von der Kraftausdauer ganz zu schweigen.

Selbst Widerstände von 200 Watt sind schon kaum über mehrere Minuten wirklich durchzuhalten. Außerdem ist das auch gar nicht notwendig. Denn im Idealfall machen sie ein Pulsbasiertes Training, was ihre Leistungen und ihre Fitness permanent verbessert.

Hinweis: wenn Sie ein Einsteiger in das Ergometer-Trainings sind, dann schauen Sie doch mal unseren Trainingsplan für Anfänger an. Dieser bringt sie innerhalb von 6 Wochen in eine gute Form und danach können Sie weiter darauf aufbauen.

Gesetzliche Anforderungen: Die Unterschiede

Übrigens gibt es auch aus gesetzlicher Sicht einen Unterschied zwischen Ergometern und Heimtrainern: denn die Ergometer fallen unter die DIN 32932A und die Heimtrainer unter die DIN 32932B.

Bei den Heimtrainern ist die gesetzliche Vorgabe in der DIN-Norm das sie mindestens 5 kg Schwungmasse mitbringen und der Tretwiderstand verstellbar ist. Vorgeschrieben ist der rein private Einsatz dieser Trainingsgeräte.

Bei den Ergometern besagt die DIN 32932A das die Leistung in Watt geeicht sein muss, und die Anzeigen im Bordcomputer eine hohe Anzeigengenauigkeit haben. Die genauen Anforderungen sind in der Norm definiert. Hier werden genaue Abweichungen erlaubt. Diese liegen im kleinen Bereich, sodass man sich bei einem moderne Ergometer darauf verlassen kann was im Bordcomputer angezeigt wird.

Unser Fazit

Letztendlich macht es heutzutage überhaupt keinen Sinn zu einem Heimtrainer zu greifen. Wer das tut kauft meistens doppelt. Denn Heimtrainer machen beim Training einfach wenig Spaß. In der Regel ist die Schwungmasse tatsächlich sehr gering, was zu einem schlechten Rundlauf führt.

Das merkt man im Training ganz deutlich und der Widerstand beim treten ändert sich permanent während des Rundlaufs. Außerdem können Sie die Leistung in Watt nicht wirklich einstellen und das lässt kein wirkliches Training zu. Ist ziemlich unangenehm und wir würden Ihnen immer empfehlen zu einem Ergometer mit flexibler Wattzahl und Trainingscomputer zu greifen.

Denn ein pulsbasiertes Training ist das A und O wenn sie Fortschritte machen wollen. Ein guter Ergometern ist heute auch schon für relativ wenig Geld zu bekommen und hat alle die oben genannten Ausstattungsmerkmale. Damit macht das Training auf dem Rad in den eigenen vier Wänden einfach viel mehr Freude und man macht es auch länger.

Ich bin Alex und Betreiber von testsguide.de. Ich hoffe Dir hat unser Artikel gefallen und geholfen. Falls noch Fragen zu diesem Thema offen sind, dann schreibe mir einfach über das Kommentarfeld. Auch für Dein Feedback bin ich dankbar. Mit Deiner Beurteilung können wir in Zukunft noch bessere Ratgeber schreiben. Vielen Dank, Alex

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