Wasserkocher

Wasserkocher richtig entkalken – Tipps und Tricks

In letzter Zeit dauert es eine halbe Ewigkeit, bis dein Wasserkocher endlich seine Betriebstemperatur erreicht hat? Und unerklärlicherweise hat dein Kaffee oder Tee neuerdings einen bitteren Beigeschmack. Da muss wohl ein neues Gerät her. Falsch, es ist einfach nur höchste Zeit, deinen Wasserkocher zu entkalken. Hier erfährst du, wie es geht.

verkalkter Kochbehälter innen
Wasserkocher müssen von Zeit zu Zeit auch mal entkalt werden.

Warum ist es wichtig, einen Wasserkocher regelmäßig zu entkalken?

Wasserkocher kommen mit modernster Technik und zahlreichen Extras daher. Nur gegen Kalkablagerungen gibt es noch kein Patentrezept. Bei häufigem Gebrauch setzen sich die Partikel aus der Flüssigkeit zwangsläufig am Inneren des Gefäßes ab. Das führt dazu, dass

  • sich Bakterien bilden
  • sich die Dauer der Erhitzung erhöht (die Wärme muss zunächst die Klakschicht durchdringen)
  • der Stromverbrauch steigt (Mehrkosten)
  • sich Partikel von der Innenwand lösen und für einen bitteren Geschmack sorgen
  • der Kalk auf Dauer dem Material schadet
  • ein verschmutzter Wasserkocher sieht einfach unappetitlich aus

Gut zu wissen: je länger du mit dem Entkalken wartest, umso schwieriger wird es später die gesamte Schmutzschicht zu entfernen.

Wann muss ein Wasserkocher entkalkt werden?

Ein Wasserkocher kann leicht und schnell entkalkt werden.

Bestimmt möchtest du die oben aufgelisteten Folgen unbedingt vermeiden. Dafür genügt es jedoch nicht, den Wasserkocher alle Jubeljahre von Ablagerungen zu befreien. Spätestens wenn diese deutlich sichtbar werden, ist es höchste Zeit sie zu entfernen. Auf der sicheren Seite bist du allerdings, wenn du einen gewissen Rhythmus einhältst. Dieser richtet sich in erster Linie nach der Intensität deines Gebrauchs.

Benutzt du deinen Wasserkocher nur selten, genügt die Reinigung ein paar Mal im Jahr. Bei regelmäßiger Inbetriebnahme empfiehlt es sich, jeden Monat eine Säuberung vorzunehmen. Auch die Härte des Wassers ist entscheidend. Je härter die Flüssigkeit (d.h. desto mehr Kalk ist im Wasser), umso mehr Verschmutzungen entstehen. Darüber hinaus solltest du dein Gerät nach jedem Gebrauch zumindest mit einem Tuch auswaschen.

Gut zu wissen: zu oft darfst du allerdings auch keine chemischen Substanzen anwenden, da auch sie Schäden im Material hervorrufen.

Welche Mittel eignen sich zur Reinigung?

Essig und Essigessenz sind beide gute Hausmittel-Entkalker

Zwar existiert kein Material, welches die Verschmutzung verhindert, Mittel um den Kalk zu entfernen sind aber überall erhältlich. Bereits vorgefertigte Tabs findest du in jedem Drogerie Markt sowie in gut sortierten Supermarktketten. Allerdings musst du hierbei beachten, dass sie sich oft aus chemischen Substanzen zusammen setzen, die erstens das Material deines Wasserkochers angreifen und zweitens auch ätzend auf deiner Haut wirken.

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Eine gute Alternative sind Bio-Entkalker, denen deutlich weniger Schadstoffe zugesetzt werden. Obendrein sind handelsübliche Entkalker auf lange Sicht gesehen ziemlich teuer. Und nun stell dir einmal vor, du lädst an einem Feiertag Gäste ein, möchtest Kaffee oder Tee servieren und dein Wasserkocher stellt sich als unbenutzbar heraus. Der Supermarkt hat jedoch geschlossen. Macht nichts, garantiert hast du einen Notfall Entkalker im Haus. Denn die Reinigung gelingt auch mit herkömmlichen Hausmitteln wie:

  • Zitronensaft beziehungsweise -säure
  • Essigessenz
  • Backpulver
  • Aspirin
  • Natron
  • gebissreiniger
  • und sogar Cola

Flüssigkeit oder Brausetablette- was ist empfehlenswerter?

Sowohl im Handel erhältliche Entkalker als auch Hausmittel liegen entweder in flüssiger Form als Pulver vor. Hinsichtlich des Resultats ist vollkommen egal, wofür du dich entscheidest. Pulver besitzt jedoch den großen Vorteil, dass du es zielgenau dosieren kannst. Allerdings muss es sich erst vollständig auflösen, ehe du deinen Wasserkocher zum Kochen bringst.

So gehst du vor: die Schritt-für-Schritt Anleitung

Beim Entkalken bis unter die maximale Füllmenge mit Wasser auffüllen.

Hast du dich für den fertigen Entkalker oder ein Hausmittel entschieden? Dann kann es jetzt losgehen.

  • fülle deinen Wasserkocher bis kurz unter die maximale Füllmenge mit Wasser
  • gebe die gewählte Substanz hinzu
  • stelle den Wasserkocher an und bringe die Flüssigkeit zum Kochen (bei Tabletten musst du warten, bis sich diese aufgelöst haben)
  • lasse den Wasserkocher wieder abkühlen und die Essenz etwa 45 Minuten einwirken
  • gieße die Flüssigkeit in den Ausguss (bei chemischen Mitteln die Anweisung zur Entsorgung beachten)
  • fülle den Wasserkocher erneut mit Wasser
  • starte noch ein bis zweimal einen Kochvorgang

Gut zu wissen: Das anschließende Aufkochen ist wichtig, um alle Reste des Reinigers zu entfernen. Diese können nämlich den Geschmack beeinflussen oder sogar deiner Gesundheit schaden.

Besonderheiten einzelner Hausmittel

  • beim Entkalken mit Zitrone und Natron ist keine Einwirkzeit erforderlich. Andernfalls setzen sich sogar neue Kalk Ablagerung an
  • die Cola solltest du selbstverständlich nicht aufkochen. Hier genügt es, das Gerät bis oben hin zu füllen und das eigentliche Getränk über Nacht stehen zu lassen. Am nächsten Morgen gut ausspülen,

Maßnahmen, um Kalkablagerungen vorzubeugen

Zwar ist das Entkalken nicht sehr zeitaufwendig, trotzdem möchtest du dir bestimmt so viel Arbeit wie möglich ersparen. Mit diesen Tipps beschränkt sich die Reinigung deines Wasserkochers auf ein Minimum:

  • gieße das übrig gebliebene Wasser nach jedem Kochvorgang ab. So minderst du den Kalkgehalt im Gefäß
  • verwende bei jedem Kochvorgang eine kleine Prise Natron
  • installiere eine Enthärteranlage am Hauswasseranschluss
  • montiere eine Filteranlage direkt am Eckventil deines Spülmaschinenunterschranks

Warnhinweise

  • Essigsäure greift vor allem Materialien wie Chrom, Kuper oder Naturstein an. Um deine Küchenzeile zu schützen, solltest du daher eine geeignete Unterlage verwenden
  • beim Heiß Entkalken mit Zitronensäure bildet sich Calciumnitrat, welches sich nur schwierig wieder entfernen lässt
  • chemische Mittel schaden bei ungemäßer Entsorgung der Umwelt
  • obgleich der Gebissreiniger ein herkömmliches Hausmittel ist, enthält er chemische Inhaltsstoffe
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