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Brauche ich eigentlich ein E-Bike? Vorteile und Nachteile der Elektrofahrräder

Momentan ist der Hype um die E-Bikes sehr groß. Die großen Fahrradmärkte und Hersteller werben immer stärker mit immer leistungsstärkeren Pedelecs. Wie  im Marketing so üblich wird hier mit vielen Vorteilen und Begriffen um sich geworfen, um die Käufer zu beeindrucken und von ihren Rädern zu überzeugen.

Unterstützungskraft am Pedelec einstellen

Unterstützungskraft am Pedelec einstellen

Kein Wunder das so mancher interessierter Kunde hier nicht mehr wirklich durchblickt. Deshalb haben wir  einen umfangreichen E-Bike Guide mit allen wichtigen Informationen rund um die Elektrofahrräder zusammengestellt.

Wir zeigen Ihnen genau die wichtigen technischen Eigenschaften und Funktionen auf, die sie kennen sollten, wenn sie sich für ein bestimmtes Rad entscheiden. Dazu finden Sie eine Übersicht der besten Testberichte und wir haben natürlich auch einige Top-Empfehlungen für Sie herausgesucht.

Zum E-Bike Ratgeber

Diese beziehen sich auf Pedelec-Modelle, die wie ein normales Fahrrad auf allen dafür erlaubten Wegen gefahren werden können. Denn es gibt auch E-Bikes, die nur mit Straßenzulassung und Haftpflichtversicherung, auf dafür speziell zugelassenen Wegen und Straßen gefahren werden dürfen. Diese haben wir außen vor gelassen, da die meisten Kunden nicht daran interessiert sind.

Aber schauen wir uns jetzt einmal an, ob sie überhaupt gleich ein E-Bike kaufen sollten. Denn schaut man sich die Vorteile und Nachteile genauer an, dann könnte es sich für Sie vielleicht schon erledigt haben. Wenn nicht, dann sollten Sie unseren Guide anschauen.

Die Vorteile eines E-Bike (Pedelec)

Zuerst wollen wir uns einmal die ganz klaren Vorteile eines Pedelec anschauen. Einige der Vorteile beziehen sich auch auf ihr eigenes Fahrverhalten, denn davon hängt es letztendlich auch ab, ob sich die Investition in ein teures E-Bike für sie lohnt. Denn die Räder können schnell einmal mehrere 1000 € kosten. Da will die Entscheidung wohl überlegt sein.

Vorteil 1:  schwierige Strecken können leichter zurückgelegt werden

Der Hauptvorteil moderner E-Bikes ist ganz klar die Tatsache, dass damit auch nicht ganz so fitte Menschen schwierige Strecken leichter fahren können. Unter schwierigen Strecken verstehen wir vor allem Strecken mit einem schwierigeren Höhenprofil.

Denn die meisten Radfahrer haben ja schon Probleme, wenn nur die kleinsten Anstiege kommen. Gerade die ältere Generation will lieber ein wenig übers Land fahren und die Natur genießen, als sich körperlich total verausgaben zu müssen. Während man früher die meisten Radler dann noch schieben sah, wenn mal eine deutliche Steigung kam, so fahren selbst ältere Senioren diese Strecken inzwischen flott hoch.

So flott, dass ich teilweise selber erstaunt bin wie leicht das geht. Aber gute Pedelecs haben eine so starke Tretkraft-Unterstützung, dass man selber eigentlich kaum noch etwas leisten muss. Für überzeugte Radfahrer nicht immer nur eine Freude, aber das ist eben das Zeichen der Zeit.

Sehr sinnvoll finden wir aber die Anschaffung eines Pedelec wenn man körperlich eingeschränkt ist und nicht mehr über die Leistungsfähigkeit verfügt, um schöne Strecken mit dem Rad zurückzulegen.

Da ist ein E-Bike eine tolle Sache: denn die Anstrengung hält sich sehr in Grenzen. Vor allem kann man bei guten E-Bikes einstellen, wie stark die Unterstützung sein soll. Und wenn man wenn man einmal besonders viel Leistung bringen will, dann kann man bei vielen Modellen die Unterstützung des Elektromotors komplett abschalten.

Vorteil 2: gelenkschonendes Fahrrad fahren

Bei diesem Argument sind wir dann schon beim zweiten Vorteil: denn mit einer entsprechenden Einstellung der Unterstützung durch den Elektromotor kann man sehr gelenkschonend Rad fahren. Wer körperliche Einschränkungen hat, der kann trotzdem das radeln über schöne Strecken genießen.

Vorteil 3:  kein Schweiß und trotzdem angekommen

Gerade wer mit dem Rad zur Arbeit fährt weiß ein Elektrofahrrad zu schätzen. Denn nicht immer sind die Strecken so angenehm gerade. Und wer starke Steigungen auf seinem Weg hat, der ist mit einem normalen Fahrrad oft verschwitzt zur Arbeit gekommen. Manche mussten sich sogar umziehen. Kein angenehmes Gefühl und auch für die Kollegen schon eher eine Geruchsbelästigung.

Mit einem Fahrrad mit Elektromotor gehört das der Vergangenheit an. Denn gerade morgens auf dem Weg zur Arbeit, kann man die Unterstützung des Pedelec auf die maximale Stufe stellen und ganz einfach und leicht, auch über starke Anstiege hinweg, zur Arbeit fahren.

Gerade in Zeiten verstopfter Innenstädte und dreckiger Abgase eine echte Option.

Vorteil 4: Berge und starke Anstiege sind kein Problem mehr

steiler Bergweg

Steile Bergwege sid für ein gutes E-Mountainbike kein Problem

Viele schöne Radstrecken haben ein großes Manko: es kommen extrem starke Anstiege oder ein Streckenprofil mit vielen Anstiegen vor. Das ist nicht jedermanns Sache.! Gerade wer nur aus Spaß ein wenig übers Land fahren möchte, hat es in der Vergangenheit lieber ganz gelassen, weil er wusste, dass er die Anstiege nicht körperlich schafft.

Inzwischen sieht man fröhliche Senioren und auch ziemlich unfitte Personen auf den Fahrrädern durch die Gegend fahren. So bekommen sie einen Einstieg in gesunde körperliche Bewegung ohne sich komplett verausgaben zu müssen. Ein Argument das echte Radfahrer nicht akzeptieren wollen, aber nicht jeder will die Tour de France Strecke nachfahren. Viele wollen einfach nur Spaß haben an der frischen Luft und das ist mit einem E-Bike eine Freude.

Die Nachteile eines E-Bike (Pedelec)

Nachdem wir uns die vielen Vorteile eines E-Bikes angesehen haben, so sollen die Nachteile hier auch einen Platz finden. Denn da wo viel Sonne ist ist meist auch etwas Schatten. Dieser Spruch aus dem Volksmund hat auch bei den E-Bikes durchaus seine Berechtigung.

Zu den Nachteilen gehören:

Nachteil 1:  die Anschaffungskosten sind hoch

Machen wir uns nichts vor: wer sich ein gutes E-Bike kaufen will, der muss einiges an Geld auf den Tisch legen. Denn gute Modelle, mit starker Akkuleistung und großer Motorunterstützung durch einen leistungsstarken Akku, sind einfach nicht billig zu bekommen. Da ändert auch die Werbung vieler Billigheimer nichts daran. Gute E-Bikes bzw. Pedelecs sind einfach deutlich teurer als normale Fahrräder.

Hier haben wir auch bei unseren E-Bike Empfehlungen festgestellt, dass es fast keinen Sinn macht ein solches Billig-Pedelec zu kaufen. Manchmal gibt es diese Angebote, aber mit diesen Modellen werden sie wahrscheinlich keine lange Freude haben. Wenn der Akku dann nach einem halben Jahr schon den Geist nach 20 km aufgibt und der Anstieg doch nicht zu schaffen ist, dann wissen Sie warum sie ein paar 100 € hätten mehr investieren müssen.

Die Reichweiten, die Unterstützungskraft und die Einstellungsmöglichkeiten sind einfach wie Himmel und Hölle.

Für ein gutes Modell müssen sie deshalb ab 700-800 € aufwärts rechnen. Und das sind noch die günstigen E-Bikes. Will man ein voll ausgestattetes E-Mountainbike mit allem Schnickschnack, dann kann man schnell 3000-5000 € investieren.

Da man selten allein fährt, sondern oft mit seinem Partner, ist dann der doppelte Betrag fällig. Da kann man schon fast einen Kleinwagen kaufen.

Aber wir Deutsche schrecken ja vor solchen Dingen nicht zurück. Haben wir Spaß an sowas, dann schauen wir auf einmal nicht mehr auf aufs Geld. Gehen aber die Butterpreise im Supermarkt um einen Euro hoch, dann jammern wir. So sind wir Deutschen halt!

Nachteil 2:  Akkus müssen auch regelmässig aufgeladen werden

Was viele Kunden nicht wissen: die modernen Hochleistungsakkus bei E-Bikes brauchen regelmäßige Aufladungen. Nur wer sein E-Bike regelmäßig nutzt und den Akku regelmäßig auflädt, wird einen langlebigen Akku bekommen. Wer sein Pedelec hingegen nur im Sommer zehnmal benutzt und dann ein halbes Jahr stehen lässt, der wird schnell Probleme mit seinem Akku bekommen. Diese können dabei ihre Leistungsfähigkeit zum Großteil verlieren.

Nachteil 3: E-Bikes sind schwerer

Auch das ist ein Fakt, den viele Verkäufer nicht wahrhaben wollen im Verkaufsgespräch. E-Bikes sind ganz schöne Schwergewichte und gerade für Senioren eine echte Herausforderung wenn man sie beispielsweise aus dem Keller tragen muss. Im Schnitt wiegen sie locker 10 bis 12 kg mehr wie ein normales Rad.

Das ist natürlich dem Akku & dem Elektromotor  geschuldet, der je nach Leistungsfähigkeit mehr oder weniger Gewicht mitbringt. Auch die Qualität des Modells spielt hier natürlich eine Rolle.

Deshalb haben sehr gute E-Bikes übrigens eine sogenannte Schiebehilfe und Berganfahrhilfe eingebaut. Allerdings ist diese natürlich nur dann zu verwenden, wenn das Fahrrad rollt. Wenn man es irgendwo heraustragen muss, beispielsweise über Treppenstufen, dann hilft die Schiebehilfe auch nicht weiter. Deshalb sollten Sie sich überlegen wo sie das Fahrrad aufbewahren und wie schwer es ist.

Unser Tipp: wenn Sie einen eigenen Garten haben, dann können Sie Ihre E-Bikes ganz bequem in einer Fahrradbox aufbewahren. Diese Boxen sehen aus wie kleine Geräteschuppen, sind abschließbar und relativ diebstahlsicher. Dann können Sie Ihre Bikes bequem dort rein schieben und wieder rausholen. Unsere Empfehlungen zu den Fahrradboxen finden Sie hier:

zu den Fahrradboxen

Ich bin Alex und Betreiber von testsguide.de. Ich hoffe Dir hat unser Artikel gefallen und geholfen. Falls noch Fragen zu diesem Thema offen sind, dann schreibe mir einfach über das Kommentarfeld. Auch für Dein Feedback bin ich dankbar. Mit Deiner Beurteilung können wir in Zukunft noch bessere Ratgeber schreiben. Vielen Dank, Alex

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