Gefrierschrank & Gefriertruhen Guide mit Test-Übersicht und 5 Empfehlungen

Wer keine Gefahr laufen will, den Kühlschrank leer zu essen, – der friert ein. Tiefkühlgemüse und Eistorte aus dem Supermarkt, ein Hähnchen vom Wochenmarkt, eine Rinderzunge vom Schlachter – all diese Köstlichkeiten finden in einer Gefriertruhe oder in einem Gefrierschrank Platz. Neben den praktischen Hausfrauen und -männern brauchen auch Jäger, Angler und Hobby-Gärtner Gefrierkapazitäten, um ihre „Beute“ dauerhaft aufzubewahren. Außerdem sind Hundehalter und -züchter, die ihre Vierbeiner „barfen“ – also mit Rohfleisch ernähren, – auf einen zuverlässigen Tiefkühler angewiesen.

Gefrierschrank mit offener Tür

Gefrierschrank mit offener Tür

Der Mark bietet für praktische Menschen eine breite Palette an frostigen Haushaltshelfern. Gefriertruhen und Gefrierschränke gehören zu den Geräten, die ausschließlich für das Frosten von Lebensmitteln konzipiert sind. Kühl-Gefrierkombination verbinden, wie der Name schon sagt, einen Kühl- und Gefrierschrank in einem Gerät.

In diesem Guide mit Test-Übersicht informieren wir Sie ausführlich nur über die Gefriergeräte. Dem Thema Kühl-Gefrier-Kombinationen und Kühlschränken  widmen wir uns in ergänzenden Ratgebern.

Wir stellen Ihnen fünf bestbewertete Gefriergeräte vor, klären über die Unterschiede zwischen den Bauarten auf und auch darüber, für wen ein solches Elektrogerät die richtige Lösung ist. Außerdem finden Sie bei in unserem Guide Links zu den aktuellen, objektiven Tests und nützliche Informationen zum Umgang mit den Tiefkühlgeräten.

Fünf Empfehlungen – die besten Gefrierschränke und Gefriertruhen

Beko HSA 24530 – Allrounder im Gefriertruhen Test der Stiftung Warentest (07/2015)

Beko HSA 24530 Gefriertruhe
Die Gefriertruhe vom Hersteller Beko passt optimal zum Image dieses internationalen Konzerns: Das Gerät ist schlicht gestaltet, robust, langlebig und praktisch. Die Beko HSA 24530 gehört mit ihrem Nutzvolumen von 230 Litern zu den mittelgroßen Gefriergeräten und bietet genug Stauraum für Lebensmittelvorräte einer mittelgroßen Familie.

Auch die Stiftung Warentest hat im Gefriertruhen Test (07/2015) die Beko HSA 24530 getestet. Das Kühlgerät konnte hier mit der Note befriedigend (3,2) abschneiden. Den Link zum Testbericht finden Sie weiter unten in unserer Test-Übersicht.

Der Innenraum ist dank den eingehängten Körben gut strukturiert, bietet aber dem Nutzer ausreichend Flexibilität. Die Gefriertruhe zeigt sich moderat energiesparend: Das Gerät ist der Energieeffizienzklasse A++ zugerechnet und verbraucht rund 186 kWh im Jahr.

Der Hersteller wirbt nicht nur mit zeitgemäßer Energieeffizienz, sondern auch mit solchen praktischen Features wie die Schnellfrostfunktion, einer integrierten Beleuchtung sowie mit dem störungsfreien Betrieb in unbeheizten Räumen sogar bei Außentemperaturen bei -15°C.

Die Käufer zeigen sich mit der Gefriertruhe Beko HSA 24530 sehr zufrieden, kritische Stimmen sind kaum zu hören. Neben dem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis werden das hohe Nutzvolumen, die Langlebigkeit und die unkomplizierte Handhabung gelobt. Wir schließen uns der Mehrheit an und finden dieses Gefriergerät einfach top.

Die Beko HSA 24530 im Bericht

Bauknecht GT 219 Gefriertruhe – gut, günstig, zuverlässig

Bauknecht GT 219 A3+ Gefriertruhe / A+++ / Gefrieren: 215 L / Energieverbrauch: 120 kWh/Jahr / Innenbeleuchtung / ECO Energiesparen / Kindersicherung
Diese Gefriertruhe von dem Traditionsunternehmen Bauknecht aus Deutschland gehört zu den Bestsellern im Online- und Fachhandel. Die Bauknecht GT 219 ist mit 215 Litern Nutzraum mittelgroß und platzsparend. Der klare Pluspunkt dieses Gefriergeräts ist die hohe Energieeffizienz: Der Energieeffizienzklasse A+++ zugerechnet, gibt sich dieses Haushaltsgerät mit lediglich 120 kWh im Jahr zufrieren – ein hervorragender Wert.

Die Ausstattung lässt sich als standardmäßig bezeichnen: Die Tiefkühltruhe ist mit einer Superfrostfunktion ausgestattet, auch ein Thermostat sowie die integrierte Innenbeleuchtung sind vorhanden. Als besonders praktisch erweist sich eine Alarmfunktion beim Stromausfall. Für eine komfortablere Handhabung sorgt die sogenannte StopFrost-Funktion – dank der verminderten Eisbildung ist das manuelle Abtauen vergleichsweise selten fällig.

Die Nutzer loben das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die hohe Lebensdauer der Gefriertruhe Bauknecht GT 219. Das Haushaltsgerät überzeugt mit einfacher Handhabung und hoher Funktionalität. Für Kritik findet sich aus Käufersicht nur wenig Anlass. Lediglich das Fehlen des eingebauten Thermometers wird manchmal bemängelt.

Die Bauknecht GT219 vorgestellt

Unsere Empfehlung: Diese Gefriertruhe von Bauknecht ist ein gutes Mittelklassegerät ohne Schnick-Schnack und vermag mit moderatem Preis bei zuverlässiger Funktion zu überzeugen.

Gefrierschrank Bauknecht GKN 2173 – Bestnote im externen Test und energieeffizient

Bauknecht GKN 2173 A3+ Gefrierschrank
Mit diesem Gefrierschrank bringt der Hersteller ein überzeugendes Mittelklasse-Gefriergerät auf den Markt. Der Bauknecht GKN 2173 ist mit dem Nutzvolumen von ganzen 310 Litern ein richtiges Stauraumwunder und das volumenstärkste von unseren fünf Top-Sellern. Zugleich ist dieser Gefrierschrank auch einer der sparsamsten, denn das Gerät begnügt sich mit nur 180 kWh im Jahr – angesichts des installierten NoFrost-Systems (Abtauautomatik) eine Glanzleistung. Die Zuordnung in die höchste Energieeffizienzklasse A+++ hat das Gerät vollumfänglich verdient.

Die Stiftung Warentest hat die Bauknecht GKN 2173 im 08/2015 getestet. Der Gefrierschrank war hier war hier das bestbewertete Kühlgerät in der Kategorie große Gefrierschränke. Den Link zum Testbericht finden Sie in unserer Übersicht der Testberichte weiter unten.

Ansonsten zeichnet sich der Bauknecht durch eine eher standardmäßige, wenn auch durchdachte und sinnvolle Ausstattung aus. Die Abtauautomatik erleichtert die Handhabung, dank sieben herausziehbaren, unterschiedlich großen Schubfächern ist der Innenraum ordentlich strukturiert. Auch eine Schnellfrostfunktion ist mit an Bord, was in erster Linie Gärtner und Jäger erfreuen mag. Die Steuerung erfolgt über ein an der Frontseite angebrachtes Touchscreen, wobei sich vor allem die Temperatur flexibel einstellen lässt.

Die Bauknecht GKN 2173 im Detail

Alles in allem handelt es sich bei dem Bauknecht GKN 21173 um ein solides Mittelklasse-Gerät zu einem angemessenen Preis. Wir empfehlen diesen Gefrierschrank vor allem Familien mit hohem Bedarf an Gefrierkapazitäten und begrenztem Raum.

Gefrierschrank Gorenje KN 6192 X – großzügige Gefrierkapazitäten

Gorenje Gefrierschrank FN 6192 PX
Wer recht viel einfriert und das Gefriergut übersichtlich aufbewahren möchte, ist mit dem Gorenje KN 6192 PX gut bedient. In das stolze 185 cm hohe Gerät passen rund 240 Liter Frostgemüse, Hähnchen, Fleisch und Speiseeis hinein. Der Energieverbrauch hält sich dabei mit fast 240 kWh pro Jahr in Grenzen, der Gefrierschrank ist der Energieeffizienzklasse A++ zugeordnet.

Der Innenraum ist mit sechs unterschiedlich großen Schubfächern gut strukturiert. Ein Vorteil von diesem Gefrierschrank – in den Maxi-Boxen kann sogar Großgebinde eingefroren werden. Als nützliche Funktionen ist an erster Stelle das NoFrost-System zu erwähnen, daher ist mühsames manuelles Abtauen nicht mehr notwendig. Für Gärtner und Jäger ist die Schnellfrostfunktion, die Herstellerbezeichnung SuperFrost, nützlich. Ressourcenschonend ist das akustische Alarmsignal bei zu lange geöffneter Tür.

Der Preis von etwa 600,- EUR erscheint bei der ordentlichen Ausstattung und solidem Nutzvolumen als angemessen. Das Nutzerfeedback zu dem Gefrierschrank Gorenje KN 6192 PX ist überwiegend positiv, Kritik ist eher selten zu lesen. Fazit: Ein hochwertiger und preisgünstiger Gefrierschrank für Familien und alle, die viel einfrieren.

Gefrierschrank Miele FN 22062 – clevere Lösung für zügiges Frosten

Miele FN22062 ws EU1 Gefrierschrank / A++ / 131 cm Höhe / 186 kWh/Jahr / 149 L Gefrierteil / Hohe Wirtschaftlichkeit bei bester Frische
Der Tiefkühlschrank von Miele ist kompakt und lässt sich platzsparend aufstellen. Wie oft, baut dieser Hersteller in seinen Geräten einige innovative und sinnvolle Features ein. Bei dem Miele FN 22062 ist es zum einen der EasyOpen-Griff für müheloses Öffnen der Tür und zum anderen das NoFrost-System, das manuelles Abtauen überflüssig macht. Die Schnellgefrierfunktion ist ebenfalls mit dabei, wobei heute sogar die Gefriergeräte der Mittelklasse mit diesem Feature ausgestattet sind.

Wie alle Gefrierschränke, punktet auch das Elektrogerät von Miele mit einem intelligent und praktisch strukturierten Innenraum. Hinsichtlich der Energieeffizienz lässt dieses Gefriergerät indes zu wünschen übrig, denn bei knapp 150 Nutzvolumen werden jährlich rund 186 kWh verbraucht. Der Gefrierschrank ist somit der zweitbesten Energieeffizienzklasse A++ zugeordnet.

Der Miele FN 22062 gehört preislich eher in die Oberklasse, denn das Gerät geht für fast 700,- EUR über die Theke. Angesichts der eher schlichten Ausstattung würden wir jedoch diesen Gefrierschrank der Mittelklasse zuordnen. Zu empfehlen ist das Gerät allen, die relativ viel Gefriergut aufbewahren und dabei nur über relativ wenig Platz verfügen.

Gefrierschrank und Gefriertruhe – Funktionsprinzip, Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Sowohl die Kühlschränke als auch Gefriertruhen und Gefrierschränke sind auf dem gleichen Funktionsprinzip aufgebaut. Am Markt sind fast ausschließlich sogenannte Kompressionsgeräte erhältlich (siehe Skizze zur Funktionsweise):

Ein Kompressor hält das Kühlmittel, das bei niedrigen Temperaturen verdampft, am Laufen. Das Kühlmittel wird verdichtet und dadurch erhitzt, um im Verflüssiger seine Wärme an die Umgebung abzugeben und im Verdampfer seinen Aggregatzustand auf gasförmig zu wechseln. Beim Verdampfen entzieht das Kühlmittel dem Innenraum des Kühl- oder Gefriergeräts zu Wärme. Das gasförmige Kältemittel wird von dem Kompressor eingesaugt und wieder verdichtet. Der Kühlkreislauf beginnt von Neuem.

Kompressor-Kühlkreislauf Ilustration

Skizze: So funktioniert die Kompressor-Kühlung (© Testsguide.de)

Während bei den meisten Kühl- und Gefrierschränken der Verflüssiger an der Rückwand angebracht ist, sind bei den Tiefkühltruhen sowohl der Verflüssiger als auch der Verdampfer in die Seitenwände der Geräte verbaut. Dadurch lässt sich eine Gefriertruhe näher an der Hauswand aufstellen.

Um tiefere Temperaturen zu erzielen, werden die Leitungen des Verdampfers dichter und kompakter angebracht. Außerdem lässt bei den Gefriergeräten eine im Vergleich zu den Kühlgeräten bessere Isolierung die Kälte nicht entweichen.

Gefriertruhen oder Gefrierschränke – was ist der Unterschied?

Eingeräumte Schublade im Gefrierschrank

Eingeräumte Schublade im Gefrierschrank

Freilich fällt der erste Unterschied sofort ins Auge: Eine Gefriertruhe ist ein auf seiner breiten Seite „liegender“ Quader, ein Gefrierschrank – ein auf seiner schmalen Seite „stehender“ Quader. Der Deckel einer Gefriertruhe öffnet sich nach oben, der Deckel eines Gefrierschranks – nach vorne.

Die unterschiedliche Bauweise bedingt zahlreiche Besonderheiten des jeweiligen Gerätetyps:

  • Eine Gefriertruhe nimmt immer vergleichsweise mehr Platz ein. Somit ist beim Platzmangel ein Gefrierschrank meist die sinnvollere Lösung.
  • Auf dem Deckel der Gefriertruhe darf nichts dauerhaft aufgestellt werden. Auch dicht über der Truhe dürfen keine Regale oder Hängeschränke angebracht werden. Dagegen lässt sich die Oberfläche eines Gefrierschranks problemlos zum Aufstellern von Küchenutensilien oder Deko nutzen.
  • Der Innenraum eines Gefrierschranks ist immer ordentlich strukturiert, denn hier wird das Gefriergut in Schubfächern – meist aus transparentem Kunststoff – aufbewahrt. Im Innenraum einer Tiefkühltruhe werden in der Regel von den Herstellern zwei herausnehmbare Körbe eingehängt. Zum größten Teil lässt sich der Nutzraum einer Truhe frei gestalten. Ein gut strukturierter Innenraum eines Tiefkühlschranks hilft, das Gefriergut übersichtlich aufzubewahren. Jede Verpackung mit der Tiefkühlkost ist dabei schnell zur Hand. Diese Übersichtlichkeit fehlt definitiv einer Gefriertruhe, vor allem bei volumenstarken Geräten kann schon mal ein Päckchen gefrostete Beere oder Schnittlauch in Vergessenheit geraten. Dafür aber lässt sich in manch einer Truhe ohne Weiteres eine Rehkeule oder ein ganzer Hecht aufbewahren. Für dieses wuchtige Gefriergut wäre sogar eine „Maxi-Box“ der Gefrierschränke doch zu eng.
  • Eine der wichtigsten Konstruktionsbesonderheiten der Gefrierschränke ist die Abtauautomatik – das NoFrost-System. Der NoFrost-Effekt wird durch die Platzierung der Verdampfer-Kühlmittelleitungen im oberen Bereichs des Kühlraumes erreicht. Ein Ventilator sorgt dafür, dass sich die abgekühlte Luft über den gesamten Innenraum des Geräts gleichmäßig verteilt – daher wird von einer Umluftautomatik bzw. einem Umluft-NoFrost gesprochen. Damit der Verdampfer selbst nicht vereist, wird dieser in regelmäßigen Abständen beheizt. Eine Abtauautomatik bedeutet eine denkbar einfache Handhabung des Kühl/Gefriergeräts, denn es muss nicht mehr abgeschaltet, ausgeräumt und manuell abgetaut werden. Hinweis: Nicht alle Gefrierschränke sind mit diesem Feature ausgestattet, daher unbedingt auf die Beschreibung des Herstellers achten! Wir haben für Sie ausschließlich Gefrierschränke mit dem NoFrost-System (Abtauautomatik) zusammengesucht. Dagegen ist eine Abtauautomatik bei einer Tiefkühltruhe bisher technisch nicht realisierbar. Das bedeutet für Sie als Nutzer: Eine Gefriertruhe soll zweimal jährlich komplett ausgeräumt, abgeschaltet und mehrere Stunden lang abgetaut werden. Zwar versprechen nicht wenige Hersteller, darunter auch Bauknecht oder Beko, dass ihre Gefriergeräte mit einem LowFrost-System ausgestattet sind, sodass die Geräte durch eine durchdachte Platzierung der Verdampfer- und Verflüssiger-Leitungen vergleichsweise wenig Eis ansetzen. Jedoch bleibt das Abtauen weiterhin aktuell. Am besten im Winter durchführen, wenn die Lebensmittel auch außerhalb der Truhe gekühlt werden können. Ober dann, wenn die Gefriertruhe ohnehin fast „leer gegessen“ wurde.
Die bautechnischen Besonderheiten wirken sich unter anderem auf den Stromverbrauch der Geräte aus. In der Regel sind Gefrierschränke weniger energieeffizient, denn das NoFrost verbraucht einiges an Strom, um den Ventilator und den Heizer zu betreiben. Den Zusatzkomfort gibt es nun mal nicht kostenfrei.

Nützliche Features – was gehört zur Standard-Ausstattung?

Zwar ähnelt sich die Ausstattung der meisten Modelle der Tiefkühler, jedoch sind auch einige – eher wenige Unterschiede – feststellbar. Wir erklären, welche Features bei den modernen Gefrierschränken und -truhen zum Standard gehören, welche sich als sinnvoll erweisen und worauf Sie als Nutzer verzichten können:

NoFrost, oder die Abtauautomatik

Wie bereits oben erwähnt, sind die meisten Gefrierschränke, jedoch nicht nie Gefriertruhen, mit diesem Merkmal ausgestattet. NoFrost erleichtert wesentlich die Bedienung, führt indes zu etwas höheren Energiekosten.

Beleuchteter Innenraum

Lichtkontakt und Temperraturregler

Lichtkontakt und Temperraturregler

Alle Gefriergeräte in unserer Auswahl, ob von Beko, Bauknecht, Gorenje oder Miele, sind mit der Innenbeleuchtung ausgestattet. Dieses Feature ist aus unserer Sicht bei Tiefkühltruhen mit ihrem teils etwas unüberschaubaren Innenraum ein Muss. Ein Gefrierschrank, der in einem ausreichend ausgeleuchteten Raum aufgestellt ist, benötigt nicht zwingend eine Beleuchtung. Dieses Ausstattungsmerkmal wirkt sich auf den Kaufpreis nur geringfügig aus und ist sinnvoll.

Tür- und Temperaturalarm

Mehrere Gefriergeräte der Mittelklasse, darunter die Gefrierschränke Bauknecht GKN 2173 und Gorenje KN 6192 PX, sind mit einem akustischen und/oder optischen Alarm ausgerüstet. Bleibt die Tür über eine längere Zeit offen oder kommt es zu einem Stromausfall, ertönt ein Signal und/oder leuchtet ein Warnlicht auf. Ein nützliches Feature zur schnellen Funktionskontrolle des Elektrogeräts. Da das akustische Signal oft nur eine sehr geringe Lautstärke aufweist, ist aus unserer Sicht ein visuelles (optisches) Alarmzeichen sinnvoller.

Türschloss, Kindersicherung

Allen voran die Gefriertruhen, zum Beispiel die Beko HSA 24530, sind mit der sogenannten Kindersicherung ausgerüstet. Es handelt sich um ein einfaches Türschloss, sodass die Truhe mit einem Schlüssel abschließbar ist. Die Sicherung ist nicht nur im Haushalt mit kleinen Kindern sinnvoll, sondern auch wenn die Gefriertruhe in einem von mehreren Parteien genutzten Raum aufgestellt wird. Ansonsten kann auf das Abschließen verzichtet werden.

Supergefrierfunktion, SuperFrost, FastFreeze

Dieses Feature ist inzwischen Standard, jedoch wird es nicht in jedem Haushalt benötigt. Wie wir schon weiter oben erwähnt haben, sind Jäger, Angler, Gärtner oder auch Bauern, die für den eigenen Bedarf Nutztiere halten, auf das zügige Frosten angewiesen. Wer schlichtweg einige Packungen Tiefkühlkost aus dem Supermarkt (weiter) gefrieren möchte, braucht diese spezielle Funktion nicht zu aktivieren.

Seien wir ehrlich, die Tiefkühlkost wird mit verschwindend geringen Ausnahmen bei den üblichen -18°C aufbewahrt. Das ist eine optimale Temperatur für eine lange Haltbarkeit von so gut wie allen Lebensmitteln. Die Temperatur lässt sich bei allen vorgestellten Geräten einstellen – diese Funktion vermittelt den Eindruck von besonderer Flexibilität, ist jedoch an sich verzichtbar.

Generell zeigen sich die Hersteller von Gefriergeräten als nicht sonderlich innovativ. Somit bekommen Sie in so gut wie jedem Fall ein ordentliches Standard-Paket an praktischen Merkmalen, aber kaum etwas darüber hinaus.

Kaufratgeber – so finden Sie Ihren Tiefkühler

Kühlakkus in der Gefriertruhe

Kühlakkus in der Gefriertruhe

Über die wesentlichen Konstruktionsbesonderheiten und Unterschiede in der Bauweise der Gefriertruhen und -schränke haben wie Sie bereits oben ausführlich informiert. Hier bieten wir Ihnen einen kurzen Leitfaden für die Suche nach einem passenden Gefriergerät:

  1. Gefriertruhen nehmen mehr Platz ein, sind dafür großräumig und fürs Aufbewahren von XXL-Gefriergut geeignet. Eine Gefriertruhe muss regelmäßig manuell abgetaut werden. Gefrierschränke lassen sich platzsparend aufstellen und sind in der Regel mit dem NoFrost-Umluftsystem ausgerüstet. Der Innenraum ist dank den Schubfächern aus transparentem Plastik übersichtlich strukturiert.
  2. Die Stromkosten, welche manch ein Billiggerät während seiner Lebensdauer – diese beträgt im Schnitt zwischen 10 und 15 Jahren – verursacht, übersteigen seine Anschaffungskosten bei Weitem. Daher lohnt es sich, auf die Energieeffizienz der Geräte genau zu achten. Der Energieverbrauch pro Liter Volumen liegt bei der Gefriertruhe meist niedriger als bei einem Gefrierschrank. Der Grund: Die Abtauautomatik lässt die Stromkosten steigen. Wir empfehlen auf jeden Fall, kein Gefriergerät in der Energieeffizienzklasse unter A++ zu kaufen.
  3. Eine Schnellfrostfunktion findet sich heute bei so gut wie allen Modellen und erweist sich vor allem für diejenigen Verbraucher nützlich, die frisches Gefriergut zügig einfrieren müssen. Andere Nutzer müssen beim Kauf auf dieses Feature nicht zwingend achten.
  4. Integrierte Beleuchtung ist bei vielen Tiefkühlern – und bei allen Geräten aus unserer Auswahl! – vorhanden, jedoch nicht bei allen. Vor allem Tiefkühltruhen profitieren durch dieses Ausstattungsmerkmal, besonders wenn diese in spärlich beleuchteten Hilfsräumen aufgestellt sind.
  5. Akustischer und visueller Alarm bei einer zu lange geöffneten Tür und beim Stromauswahl ist ein sinnvolles Feature. Damit sind nicht alle Modelle ausgerüstet. Die Tiefkühltruhe Bauknecht GT 219 und der Gefrierschrank Gorenje KN 6T192 PX gehören zu den Tiefkühlgeräten, die diese Funktion besitzen. Wir finden das Feature sinnvoll, obschon die meisten Gefriergeräte beim Stromausfall noch 20 bis 30 Stunden zuverlässig kühlen. Die Faustregel lautet: Je kleiner das Gefriergerät, desto kürzer die Restkühlzeit.
  6. Kindersicherung, Türschloss gehört zur Ausstattung von so gut wie allen Gefriertruhen. Das Merkmal ist nur insofern nützlich, wenn Unbefugte, auch Kinder, Zugriff auf den Tiefkühler haben.
  7. Störungsfreie Funktion auch in unbeheizten Räumen. Generell lässt sich jedes Gefriergerät problemlos in einem Keller oder einer Garage betreiben. Jedoch kann bei frostigen Temperaturen unter -10°C passieren, dass der Kühlkreislauf zusammenbricht und das Gefriergut nicht mehr zuversichtlich gefrostet wird. Möchten Sie den Tiefkühler in einem Nutzraum aufstellen, so achten Sie darauf, dass das Gerät auch für den Betrieb in unbeheizten Räumen ausgelegt ist. Explizit ist mit diesem Merkmal nur unser Top-Produkt, die Gefriertruhe Beko HSA 24530 ausgestattet.
Wir hoffen, dass Sie Ihr Wunschgerät gefunden haben, das optimal zu Ihren Vorstellungen passt. Wir würden uns auch über Ihre Teilnahme an unserer kurzen Umfrage am Ende dieses Ratgebers freuen.

Fünf einfache Tipps zum richtigen Einfrieren

  1. Immer den Überblick behalten! Vor allem in den großräumigen Tiefkühlschränken und Kühltruhen läuft das Gefriergut Gefahr, vergessen zu werden. Daher alle Lebensmittel sorgfältig einsortieren, eigens Verpacktes – beschriften. Eine Liste des Gefrierguts, an die Gefriertruhe oder den Gefrierschrank angebracht, hat sich aus unserer Erfahrung gut bewährt.
  2. Folgende Lebensmittel bitte nicht einfrieren: Rohkartoffeln, Hart- und Weichkäse, Eier, Blattsalat, Gurken, Tomaten, Joghurt, Saure Sahne, gekochte Nudeln und einige weiteren. Diese Lebensmittel verändern beim Einfrieren ihre geschmacklichen Eigenschaften.
  3. Fleisch und Wurstwaren vor dem Einfrieren unbedingt in Plastikfolie oder Tüten verpacken. Dadurch vermeiden Sie den Gefrierbrand.
  4. Hülsenfrüchte, Spargel und Möhren dürfen vor dem Einfrieren gerne blanchiert werden. Durch diesen Kochvorgang werden die schädlichen Keime abgetötet und die Haltbarkeit erhöht.
  5. Sogar Säfte und Obstpürees lassen sich einfrieren. Aber bitte nur in Kunststoffbeuteln! Da sich das Volumen der Flüssigkeit beim Frosten vergrößert, kann das Glas zerspringen.

Unsere Test-Übersicht: die besten Testberichte im Überblick

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Tests für die vorgestellten Produkte. Wir verlinken ausschließlich objektive Tests – überzeugen Sie sich selbst!

QuelleTestdatumProdukte im TestLink zum TestberichtAnmerkung der Redaktion
Stiftung WarentestAktuellIn der Datenbank der Stiftung Warentest sind aktuell 68 Gefrierschränke und -truhen.Zu den TestsZugang zur Datenbank kostenpflichtig.
Stiftung Warentest07/2015Beko HSA 24530 im TestberichtZum TestEinzelprodukttest. Die Gefriertruhe erhält die Note „Befriedigend“ wegen dem suboptimalen Verhalten bei Störungen
ETM Testmagazin10/2017Das Testmagazin hatte 6 Gefrierschränke im Test.Zum TestTest kann für 2 Euro als PDF heruntergeladen werden.
EcoTopTen05/2015170 Kühl-und Gefriergeräte im Vergleich der Energieeffizienz.Zur EcoTopTenBauknecht GKN 2173 A3+ als eine der Top-Empfehlungen

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