Fahrradanhänger für Kinder, Hunde und Transport FAQ – Häufige Fragen beantwortet

Immer wieder erreichen uns zahlreiche Fragen zu Fahrradanhängern. Wo darf man mit ihnen fahren? Welche rechtlichen Vorschriften gibt es? Und was sollte ich bei der Sicherheit beachten? Das sind nur einige der häufigen Fragen, die bei uns eintreffen.

Thule Fahrradanhänger

Thule Fahrradanhänger

Da die Antworten natürlich immer gleich sind, haben wir uns entschlossen diese Fahrradanhänger FAQ zu schreiben. Hier beantworten wir die meist gestellten Fragen, damit sie immer gut informiert losradeln können.

Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, dann schreiben Sie uns einfach über das nachfolgende Kommentarfeld unter diesen FAQ. Gerne beantworten wir Ihre Nachricht.

Ab welchem Alter darf ich mein Kind im Fahrradanhänger mitnehmen?

Gerade bei Kinderfahrradanhängern die meist gestellte Frage. Unserer Meinung nach sollten Sie Ihr Kind erst ab einem Alter von 2-3 Jahren im Kinderanhänger transportieren. Babys haben unserer Meinung nach im Hänger nichts zu suchen. Zu empfindlich sind hier noch Halswirbelsäule und Wirbelsäule.

Außerdem können kleine Babys ihren Kopf noch überhaupt nicht abstützen. Zwar gibt es Spezialzubehör, damit auch Babys und kleine Kinder im Anhänger Platz nehmen können, aber wir empfehlen das nicht. Diese speziellen Babyschalen haben zwar einen 5-Punkt-Gurt, und oftmals auch weitere Sicherheitsmerkmale, aber trotzdem würden wir etwas abwarten.

Denn auch ein Unfall kann immer mal passieren und kleine Kinder und Babys sind eben besonders empfindlich. Besonders am Kopf und Wirbelsäule.

Das bringt uns gleich zur Frage: wie lange darf man sein Kind im Hänger transportieren?

Bis zu welchem Alter darf mein Kind im Hänger mitfahren?

Statt Anhänger aufs Kinderfahrrad

Statt Anhänger aufs Kinderfahrrad

Kein Witz: auch zu diesem Thema hat der Gesetzgeber uns eine Vorschrift gemacht. In der Straßenverkehrsordnung gibt es tatsächlich eine genau definierte Altersgrenze für Kinder im Kinderanhänger. Die Bürokratie kennt eben auch hier keine Grenzen. Gesunder Menschenverstand ist bei uns nicht mehr gefragt. Wir machen lieber Vorschriften für alles. Kontrollieren tut das natürlich niemand, aber man kann es einfach mal irgendwo ins Gesetz schreiben.

Aber kommen wir zu den Fakten: Kinder dürfen bis zu einem Alter von sieben Jahren im Kinderanhänger mit dem  Fahrrad transportiert werden. Sobald sie acht Jahre alt geworden sind, müssen sie auf einem eigenen Fahrrad fahren. Oder eben laufen.

Aber auch für die Ausnahmen gibt es in der Straßenverkehrsordnung natürlich Regelungen: behinderte Kinder dürfen auch noch in älteren Jahren im Anhänger Platz nehmen. Es gibt hier keine Altersgrenze. Maximal 40 kg darf das Kind dann auf die Waage bringen. Spätestens ab 40 kg Körpergewicht dürfen auch Kinder mit körperlichen Einschränkungen nicht mehr im Fahrradanhänger mitfahren.

Unsere Meinung: schon ab deutlich weniger Kilogramm sollten Sie Ihr Kind auf keinen Fall mehr in einen Fahrradanhänger setzen. Kommt es zu einer starken Bremsung oder geht es mal etwas weiter hinauf, dann wird das ganze richtig gefährlich. Kinderanhänger sind auch wirklich für kleine Kinder gedacht und nicht für zwölfjährige. Warum man hier allerdings wieder eine Vorschrift braucht ist uns absolut unverständlich.

Muss mein Kind im Hänger einen Helm tragen?

Ein Fahrradhelm dient der Sicherheit

Ein Fahrradhelm dient der Sicherheit

Wir konnten dazu keine verbindliche Vorschrift finden. Zwar empfehlen Experten die Helmpflicht auch im Fahrradanhänger, aber eine entsprechende Vorschrift kennen wir nicht. Hier sollte allerdings wieder der gesunde Menschenverstand eingeschaltet werden. Bei einem Fahrradunfall mit Fahrradanhänger ist natürlich das Kind im Anhänger besonders gefährdet.

Das Kind sitzt besonders tief und die Hänger haben natürlich einem Aufprall wenig entgegen zu setzen. Ist ja bei Fahrrädern auch nicht anders. Deshalb würden wir empfehlen ihr Kind immer mit einem guten Fahrradhelm zu sichern.

Unser Rat: dem Kind, egal in welchem Alter, immer einen Helm im Anhänger anziehen. Der Kopf ist nun mal einfach am empfindlichsten, besonders bei kleinen Kindern.

Auf was sollte ich beim Kauf eines Fahrradanhängers für Kinder besonders achten?

Zum einen sollte es natürlich ein spezieller Kinder-Fahrradanhänger sein. Nur diese bieten die entsprechenden Gurtsysteme und Sicherungen. Wir würden darauf achten, dass der Kinderanhänger vom TÜV geprüft worden ist und ein entsprechendes Zertifikat vorweisen kann. Auch ein vergleichbares Testinstitut ist in  Ordnung.

Dazu würden wir auf eine sehr gute Federung achten. Gerade wenn sie auf holprigen Waldwegen und Feldwegen unterwegs sind. Denn den meisten Kindern vergeht schnell die Lust, wenn sie im Anhänger zu stark durchgeschüttelt werden.

Beim Kauf des Anhängers würden wir auch einmal kurz checken, ob das Kind von ihnen herausgreifen kann. Denn natürlich kommen Kinder auf die verrückteste Ideen: Schnell landet mal eine Hand in der Speiche des Anhängers und das ist richtig gefährlich.

Welche rechtlichen Vorschriften muss ich beachten im Straßenverkehr?

Als Fahrradfahrer mit Anhänger müssen Sie natürlich die allgemeinen Regeln der Straßenverkehrsordnung beachten. Insbesondere ist hier auf die Nutzung von Radwegen zu achten. Das Fahren auf der Straße mit einem Anhänger ist nicht erlaubt.

Außerdem ist auf die richtige Beleuchtung zu achten. Reflektoren und Rücklichter sind zwingend vorgeschrieben, damit sie mit dem Fahrradanhänger im Straßenverkehr fahren dürfen. Die Gewichtsbelastung liegt bei maximal 40 kg oder einem alternativen Wert, je nach Zulassung des Anhängers. Achten Sie beim Kauf darauf.

Gibt es spezielle Fahrradanhänger für Hunde?

Inzwischen gibt es fast 9 Millionen Hunde in Deutschlands Haushalten. Deshalb gibt es natürlich auch spezielle Hundeanhänger. Gerade bei fahrradverrückten Hundebesitzern sehr beliebt. Denn extrem lange Tagestouren mit dem Fahrrad, kann auch der trainierteste Hund nicht auf Dauer aushalten. Junge Hunde sowieso nicht, da die Knochen noch im Wachstum sind. Deshalb ist ein Anhänger am Fahrrad für den Hund sehr praktisch. Damit der Hund sich zumindest zeitweise ausruhen kann.

Allerdings muss man Hunde natürlich erst einmal an den Anhänger gewöhnen. Dafür ist Geduld und Einfühlungsvermögen notwendig. Und im Zweifelsfall auch ein paar Stunden mit dem Tiertrainer.

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