Soundbar oder Sounddeck? Was Sie beim Kauf beachten sollten

Inzwischen gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl verschiedener Soundbars und Sounddecks auf dem Markt. Die Hersteller überschlagen sich mit neuen Modellen für diesen wachsenden Markt. In unserem Ratgeber zeigen wir die Stärken und Schwächen der beiden Klangwunder auf.

Yamaha YAS-207 Display

Das Display bei der Yamaha YAS-207 Soundbar

Denn die Verkaufszahlen belegen eindeutig: diese Soundlösungen werden immer stärker nachgefragt. Sie liegen einfach im Trend beim deutschen Käufer. Kompakt, einfach in der Handhabung und mit einem satten Surround-Sound sorgen sie für ein klangvolles TV-Erlebnis auf den eigenen Sofa. Die modernen TV-Geräte haben einfach keinen guten Sound eingebaut. Das liegt an ihrer Bauweise. Immer schmaler und leichter sollen sie sein. Gerade bei satten Basstönen ein riesiges Problem.

Die perfekte Ergänzung: Lautsprecherleisten für den Fernseher

Deshalb greifen viele Käufer zusätzlich zum neuen Fernseher auch gleich zu einer guten Soundbar oder einem Sounddeck. Gekauft, ausgepackt und mit wenigen Handgriffen fertig angeschlossen an den TV. Los kann’s gehen mit dem Kinovergnügen in den eigenen vier Wänden.

Bei Soundbars sorgen meistens 2.1-Systeme für einen guten Klang. Hier ist ein linker und ein rechter Lautsprecher mit einem Subwoofer eingebaut.Bei vielen Soundbars bekommt man den Subwoofer auch einzelnen, für einen noch besseren Bass.

Um einen perfekten Klang in die Wohnung zu bekommen, werden die Signaltöne aus dem TV-Gerät meistens noch elektronisch modifiziert und optimiert. Aber was steckt hier für eine Technologie dahinter?
Beim Kauf raten wir immer entsprechende Testberichte von seriösen Testmagazinen mit in die Kaufentscheidung einzubinden. Als Privatkunde blickt man bei den Details oft nicht wirklich durch. In unserem Soundbar Guide haben wir eine Testübersicht und stellen Ihnen viele Details zu diesen Soundlösungen genauer vor.

Technologie im Check

Egal ob Sounddeck oder Soundbar – hinter dem optimalen Raumklang steckt eine moderne Technologie. Der Digital Signal Processor (DSP) sorgt für eine Modifizierung des decodierten Mehrkanaltons aus dem TV-Gerät. Dabei wird der räumliche Klang durch eine Modifizierung der Frequenz, Phase und Laufzeit erreicht. Dabei macht sich diese Technik eine Eigenart des menschlichen Gehörs zu eigen. Denn die räumliche Wahrnehmung entsteht, wenn das Tonsignal zur gleichen Zeit am linken und rechten Ohr ankommt. Die räumliche Lokalisierung des Sounds kann so durch das menschliche Ohr vorgenommen werden. Deshalb sorgen Soundbars für eine zeitliche Veränderung der Tonsignale.

Wo die Soundbars und -decks aufgestellt werden sollten

Ein externer Subwoofer einer Soundbar

Damit sie ein perfektes Klangergebnis erhalten ist die richtige Aufstellung und Positionierung der Soundleisten im Raum zu beachten. Dabei muss auch die eigene Position berücksichtigt werden. Meistens konsumiert man TV-Sendungen in der gleichen Sitzposition, weswegen das kein Problem sein sollte.

Bei der Aufstellung im Raum wird natürlich meistens der Platz direkt vor dem TV-Gerät gewählt. Hier ist allerdings zu beachten, dass man als Zuschauer auch mittig davor sitzen sollte. Also nicht schräg versetzt zum Soundsystem. Nur dann kommen die Schallwellen vom Sound-System gleichzeitig ans rechte und ans linke Ohr.

Sollte ihr TV-Gerät also nicht gerade vor ihnen sein, dann sollten Sie die Soundbar direkt auf sich ausrichten. Nur dann haben Sie das perfekte, räumliche Klangerlebnis.

Wie sollte der Raum optimal aussehen?

Natürlich kann man sich bei der Aufstellung einer Soundbar nicht unbedingt einen neuen Raum bauen. Aber es ist interessant zu wissen, wie der Wohnraum am besten aussehen sollte.

Quadratisch ist optimal

In Bezug auf einen vollen Klang mit einer Soundbar ist ein quadratischer Raum besser geeignet, als ein länglicher Raum. Bei langen Räumen gehen die Schallwellen bei der Reflexion an den Wänden einen längeren Weg und kommen nicht mehr gleichzeitig beim Zuschauer an.

Das Sofa sollte nicht komplett an der Wand stehen

In den meisten Wohnungen ist es aber so: das Sofa steht direkt an der Wand. Das macht bei kleinen Räumen auch Sinn. Schließlich kann man den Raum hinter dem Sofa kaum mehr nutzen. Allerdings ist das für ein Klangerlebnis mit sattem Klangvolumen nicht perfekt. Durch die Sitzposition direkt an der Wand geht viel von der Raumwirkung einer Soundbar bzw. Sounddecks verloren. Idealerweise ist das Sofa etwas von der Wand weg gerückt so das hier noch etwas Platz dazwischen ist.

Deshalb solltest Du mittig im Raum sitzen

Auch der Zuschauer bzw. Zuhörer sollte idealerweise eher mittig im Raum sitzen. Links und rechts sollte noch genug Platz zu den Wänden sein und im Idealfall ist der Abstand zu beiden Wänden gleich. Das sorgt dafür, dass die Schallwellen gleichzeitig am rechten und linken Ohr ankommen, wenn sie von den Wänden abgelenkt werden.

Unterschied zwischen Soundbars und Sounddecks

Soundbars sind lang und schmal gebaut.

Sounddecks sind in der Bauweise anders ausgelegt als Soundbars. Soundbars sind in aller Regel lang und schmal gebaut. Die Decks hingegen haben eine große Tiefe und sind größer vom Aufbau. Dadurch bieten sie Stellfläche auf dem Sounddeck, damit man den Fernseher obendrauf stellen kann. In den Decks werden außerdem Subwoofer für dei Bässe meistens mit eingebaut, während bei Soundbars externe Woofer mitgeliefert werden.

Diese Bass-Lautsprecher sind bei den Decks dann an der Unterseite und der Bass strahlt nach unten ab. Deshalb darf man sie auch keinesfalls auf den Boden stellen.

Unbedingt das Gewicht des Fernsehers beachten

Beim Kauf eines Sounddecks sollten Sie auf jeden Fall vorher einmal das Gewicht ihres Fernsehers nachschlagen. Außerdem die Abmessungen des Standfußes ihres TV-Geräts. Da man bei Sounddecks den Fernseher direkt darauf stellt, muss die Fläche ausreichend groß sein und das Produkt muss in der Lage sein das Gewicht des Fernsehers auszuhalten. Gerade bei alten Fernsehern kommen hier oft einige Kilogramm Gewicht auf die Waage.

Die Anschlüsse für den perfekten Sound

Beim Kauf sollte außerdem auf die möglichen Anschlüsse der Soundbar geachtet werden. Ob Soundbar oder -deck spielt keine Rolle. Am besten ist die Verbindung mit einem HDMI-Anschluss. Ein hochwertiges HDMI-Kabel sollte auch noch im Budget vorhanden sein, um perfekten Musikgenuss zu ermöglichen. Für die Nutzung mit Smartphone oder Tablet sollte außerdem eine kabellose Verbindungsmöglichkeit vorhanden sein. Hier bietet sich Bluetooth oder auch NFC an. Übrigens sparen viele Hersteller bei dem Lieferumfang und liefern kein HDMI-Kabel mit. Also gleich beim Kauf prüfen und eventuell eines kaufen. Ohnehin würden wir zum Kauf eines hochwertigeren HDMI-Kabel raten, da die mitgelieferten wenn überhaupt nur durchschnittlich sind.

Die Vorteile und Nachteile eines Sounddeck

Pro

  • Weniger Platzerfordernis, da der Fernseher auf dem Sounddeck abgestellt wird.
  • Mehr Volumen durch die größere Bauweise und damit einen besseren Klang bei den Mittel-und Basstönen (natürlich nur wenn bei der Soundbar kein externer Bass-Lautsprecher dabei ist).

Contra

  • Die mögliche Belastung eines Decks und die Fläche für den Standfuß können teilweise zu gering sein.
  • Ein guter externer Subwoofer bringt immer noch bessere Basstöne als ein eingebauter im Deck.

Vorteile und Nachteile einer Soundbar

Pro

  • Wenn das TV-Gerät sowieso an einer Wand hängt, dann sind Soundbars einfach besser geeignet.
  • An guten Soundbars gibt es ein Display, an dem die Einstellungen angezeigt werden.

Contra

  • Wenn eine Soundbar vor dem TV aufgestellt wird, dann wird öfters das Steuerauge des Fernsehers verdeckt.
  • Ist ein externer Subwoofer im Lieferumfang, dann braucht man dafür entsprechenden Platz.

Die bekanntesten Hersteller

Beim Kauf in einem Geschäft trifft man immer auf die gleichen Hersteller. Gerade die großen Namen wie LG, Samsung und Panasonic tauchen hier regelmäßig auf. Aber auch Bose und andere Spezialhersteller.

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