Wäsche richtig bügeln: Tipps und Bügelsymbole für Fortgeschrittene

Wenn nur nicht diese leidige Hausarbeit wäre. Das Bügeln gehört bei den Hausarbeiten ganz unten in die Rangliste der beliebtesten Tätigkeiten. Dabei ist bügeln eigentlich keine große Sache, wenn man weiß wie das am einfachsten geht.

Mit einigen kleinen Tricks geht das Bügeln gleich viel einfacher

In diesem Guide zeigen wir Dir einige Tipps und Tricks für Fortgeschrittene. Das kleine 1×1 des Bügelns findest Du in unserem Ratgeber Bügeln für Anfänger. Hier bekommst Du Tipps von Profi-Büglern.

Wie fange ich am besten an?

Da steht er nun, der große Wäschekorb mit jeder Menge Klamotten, Hemden und T-Shirts. Aber wie fange ich jetzt am effizientesten damit an? Wenn Du bereits alle unsere Tipps aus unserem Guide für Anfänger verinnerlicht hast, dann kommen noch ein paar andere Tricks dazu, mit denen Du Dir Deine Hausarbeit einfacher gestalten kannst.

Beim Bügeln starten die meisten mit den großen Flächen, weil das einfacher ist. Allerdings solltest Du mit den Details anfangen. Dazu gehören beispielsweise der Kragen, die Ärmel und auch die Knopfleisten. Danach bügelt man erst die großen Flächen, also die Hosenbeine, der Rücken und Vorderseiten von Hemden und T-Shirts.

Bei dicken Stoffen bügelt man zuerst die Innenseite der Wäsche und dann die Außenseite. Durch das Bügeln der Innenseite bekommt man schon mal die großen Falten etwas gemildert und muss dann von außen nicht mehr so lange bügeln. Das schont die Wäsche. Denn Bügeln nutzt natürlich auch die Materialien und Farben ab.

Unsere 6 Bügel-Tricks von Profis

Trick 1: Die Kunst des richtigen Weglassens

Wie im richtigen Leben, so ist es auch beim Bügeln. Das Weglassen gehört zu den schwierigsten Dingen. Beim Bügeln braucht man im Winter beispielsweise die Shirts und Blusen nicht ganz bügeln. Wenn man etwas darüber anzieht, dann sieht das sowieso keiner. Wer also einen Pullover über das T-Shirt zieht, der braucht es nicht komplett zu bügeln. Den Kragen und einen Teil der Ärmel reicht dann völlig aus.

Trick 2: Enge Kleidung macht nicht nur sexy

Denn das Tragen von engen Kleidungsstücken sorgt dafür, dass sich diese beim Tragen glätten. Kein Witz, sondern Tatsache. Deshalb braucht man sehr enge Kleidung teilweise überhaupt nicht bügeln. Einfach gut aussehen und die Klamotten von selber glätten.

Trick 3: Hängt die Wäsche ins Bad

Bei T-Shirts, Hemden und auch Kleidern ist es ein guter Trick, diese zum Trocknen auf einem Bügel im Badezimmer aufzuhängen. Wenn ihr dafür genug Platz ab, dann sorgt der heiße Dampf beim Duschen oder Baden für knitterfrei und faltenfreie Klamotten. Beim anschließenden Bügeln spart man sich so viel Zeit.

Trick 4: Achtet auf Euren Bügelbrettbezug

Den gewaschenen Bügelbrettbezug imm feucht aufziehen

Macht kaum jemand, ist aber ein guter Trick. Wenn ihr Euren Bügelbrettbezug regelmäßig wascht (was ihr wirklich tun solltet) dann bezieht das Bügelbrett damit, wenn der Bezug noch feucht ist. Denn dann passt er sich perfekt an das Bügelbrett an beim Trocknen. Denn es gibt nichts nervigeres beim Bügeln, als wenn der Bügelbrettbezug immer rumrutscht.

Trick 5: Achtet darauf wo ihr bügelt

Wer seine Wäsche gleich im Schlafzimmer bügelt, der kann diese gleich einräumen. Das spart Zeit und Arbeit.

Trick 6: Alufolie ist nicht nur fürs Kochen und Backen gut

Profis ziehen sich schon einmal Alufolie unter den Bügelbrett-Bezug. Denn dadurch wird die vom Bügeleisen ausgestrahlte Hitze wieder von unten auf das Wäschestück oder die Klamotte zurückgestrahlt. Damit hat man sozusagen einen glättenden Effekt auf beiden Seiten. Hilft wirklich. Probiert es einfach mal aus.

Die perfekte Bügeltemperatur

Jedes Dampfbügeleisen hat eine Temperatureinstellung

Beim Bügeln ist die richtige Bügeltemperatur ein entscheidender Faktor für glatte und langlebige Wäschestücke, Textilien und Klamotten. Denn unterschiedliche Materialien vertragen unterschiedlich viel Hitze.

Wer empfindliche Materialien und Stoffe mit zu hoher Hitze regelmäßig bügelt, der sorgt für eine viel höhere Abnutzung der Klamotten. Gerade bei den Farben und bei der Elastizität der Stoffe merkt man das dann relativ schnell. Deshalb solltet ihr beim Bügeln die richtige Bügeltemperatur für die jeweiligen Stoffe kennen.

Hinweis: Wenn ihr Euch damit auskennt, dann solltet ihr Eure Wäsche nach diesen Stoffen und Materialien vorsortieren. Denn dann könnt ihr beim Bügeln viel schneller vorankommen. Müsst ihr bei jedem Kleidungsstück erst einmal die Temperatur am Bügeleisen ändern, dann wird das ganze richtig anstrengend.

Was bedeuten die Bügelsymbole auf der Kleidung?

Auf den Etiketten Deiner Klamotten sind neben dem Materialangaben auch Waschsymbole und Bügelsymbole aufgebracht.

Mit den Bügelsymbolen wird Dir ein Hinweis gegeben, welche Bügeltemperatur für diese Wäsche ideal ist. Diese Punkte findest Du dann auf Deinem Einstellungsrad am Bügeleisen wieder. So kannst Du leicht die richtige Bügeltemperatur einstellen.

Die Bügelsymbole auf der Wäsche

Die Bügelsymbole mit Angaben zu den Stoffen und Materialien (© Testsguide.de 08/2018)

Das Bügelsymbol mit 1 Punkt

Bügelsymbol mit 2 Punkten

Das Bügelsymbol finden Sie auf der Wäsche

Ist in der Mitte des Bügeleisens auf dem Bügelsymbole nur ein Punkt, dann ist das Wäschestück auf einer niedrigen Temperatur zu bügeln. Ein Punkt steht für maximal 110°C. Die niedrige Bügeltemperatur golt fast ausschließlich für alle Textilien mit enthaltenen Chemiefasern. Dazu gehören Acryl, Nylon und Acetat.

Zwei Punkte

Zwei Punkte stehen für eine mittlere Bügeltemperatur. Hier kann man bis 150° C bügeln. Weniger wie 135° C sollten es nicht sein. Zu den hier vertretenen Materialien gehört Polyester, Wolle und auch Seidenstoffe.

Drei Punkte

Drei Punkte stehen für die höchste Bügeltemperatur. Hier kann man bis zu 200° C auf der Bügelsohle haben. Das ist dann meist auch die höchste Temperatur, die am Bügeleisen eingestellt werden kann. Ideal für Stoffe wie Baumwolle und Leinen.

Hinweis: Die Bügelsymbole findest Du als Punkte auf dem Rad zum Einstellen der Bügeltemperatur an Deinem Bügeleisen.

Durchgestrichenes Bügeleisen

Hast Du auf Deinem Kleidungsstück oder Deiner Textilie ein durchgestrichene Bügeleisen, dann kann das Material nicht gebügelt werden.

 

Einige Beispiele für optimale Bügeltemperaturen

Viskose (CV)

Viskose darf nur mit sehr niedrigen Bügeltemperaturen gebügelt werden. 115-140°C sind hier die richtigen Temperatureinstellungen.

Polyester (PES/PET) und Polyamid (PA)

Die Materialien Polyester und Polyamid sind weit verbreitet und dürfen mit maximal 150°C beim Bügeln bearbeitet werden.

Wolle (WV/ WO)

Bei Wolle dürft ihr beim Bügeln eine Temperatur von 160-180°C einstellen. Bei diesen Bügeltemperaturen fühlt sich Wolle richtig wohl.

Baumwolle (CO)

Für Baumwolle gilt eine optimale Bügeltemperatur von 200°C auf der Bügelsohle. Denn Baumwolle ist wärmebeständiger als viele andere Materialien.

Leinen (LI)

Leinen ist noch wärmebeständiger wie Baumwolle. Mit 220°C kann Leinenstoff gebügelt werden.

Hinweis zu den Bügelsymbolen auf der Wäsche

Auf eigentlich allen Wäscheteilen sind Waschsymbole und Bügelsymbole aufgebracht. Dabei bedeutet der Punkt im Bügeleisen die zulässige Temperatur bei diesem Stoff.

Dampfbügeleisen oder Bügelstationen?

Bei der Anschaffung eines Bügeleisens stellt sich auf diese Frage: Soll ich mir ein Dampfbügeleisen kaufen oder doch gleich eine teure Dampfbügelstation. Die einfache Antwort: wenn Du wenig Wäsche zu bügeln hast, dann reicht ein günstiges Dampfbügeleisen perfekt aus.

Hast Du allerdings schon Kinder und musst für mehrere Personen bügeln, dann solltest Du Dir gleich eine gute Dampfbügelstation kaufen. Das Bügeln geht damit einfacher und schneller.

Der Grund dafür ist, dass eine Bügelstationen mit Dampf einfach mit einem höheren Dampfdruck arbeitet. Damit werden die Klamotten schneller knitterfrei und faltenfrei. Außerdem haben gute Bügelstationen einen extrem starken Extra-Dampfstoß, der hartnäckigen Falten den sofortige Garaus macht.

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