Die Geschichte des Bügelns und der Bügeleisen

Auch Historiker konnten nicht genau bestimmen, wann die ersten Menschen angefangen haben Kleidung zu glätten. Es gibt Vermutungen, aber diese sind nicht belegt. Was Experten aber wissen ist, dass der Ursprung der ersten Bügeleisen wahrscheinlich in China liegt.

Ein historisches Bügeleisen mit heißer Kohle zum Erhitzen der Bügelsohle

Dabei darf man sich die verwendeten Glättinstrumente natürlich nicht als die heutigen, modernen Bügeleisen vorstellen. Historiker gehen davon aus, dass damals Metallpfannen erhitzt wurden und zum glätten der chinesischen Seidenstoffe verwendet wurden.

Schätzungen führen ca. 2000 Jahre zurück in der Menschheitsgeschichte. Die ersten Belege für den Einsatz von pfannenartigen Metallgegenständen zum Bügeln stammen aus der chinesischen Han-Dynastie.

Experten gehen davon aus, dass ein Gemisch aus glühenden Kohlen und Sand in den Metallpfannen für die notwendige Erhitzung des Metalls sorgen. Ähnlich wie moderne Bügeleisen wurden diese Metallpfannen dann zum glätten über die Stoffe geschoben. Zu dieser Zeit waren noch keine Bügeltische erfunden und deshalb gehen Historiker davon aus, dass zum Bügeln mehrere Personen notwendig waren. Malereien zeigen, dass offenbar einige Personen das zu bügelnde Stoffteil straff gezogen haben und Einer die heiße Metallpfannen über den Stoff geführt hat. So wurde ohne eine Unterlage gebügelt.

In unserem Dampfbügelstationen Guide findest Du einige der besten, modernen Dampfbügeleisen in unseren Empfehlungen. Wenn Du mehr über das Bügeln und Tipps und Tricks rund um das Glätten von Klamotten und Wäsche wissen willst, dann schau unbedingt in unsere Anleitungen zum Bügeln herein.

Wann entstand das Bügeln in Europa?

Ein Bügeleisen aus dem 19. Jahrhundert in der alten StubeHier hat man ziemlich gute Erkenntnisse, dass die Wikinger mit dem Bügeln ihrer Kleidung und Stoffe begonnen haben. Archäologen fanden in den Grabstätten Fundstücke, die offenbar dafür verwendet wurden. Die Wikinger haben laut Historikern Steine dazu verwendet. Diese waren ungefähr so groß wie eine Hand, sodass man sie gut über den Stoff führen konnte. Dazu waren sie flach und hatten eine sehr glatte Oberfläche. Also gehen die Archäologen und Historiker davon aus, dass die Wikinger diese glatten Steine verwendet haben, um Kleidung und Stoffe zu glätten. Hier kann man davon ausgehen, dass keine Hitze dafür verwendet wurde.

Das Bügeln, bzw. Glätten von Stoffen durch glatte Steine wurde auch noch viele 100 Jahre später praktiziert. Auch in anderen Kulturen fand man entsprechende Gegenstände. Bis in das 19. Jahrhundert hinein wurde eine ähnliche Technik in England verwendet. Nicht jeder konnte sich damals ein teures Metallbügeleisen leisten. Dies gab es im 19. Jahrhundert nachweislich schon. Allerdings waren diese relativ kompliziert. Die glatten Steine waren deutlich günstiger und einfacher einzusetzen.

Wo entstand das erste Bügelbrett?

Hierfür waren Vermutungen auch die Wikinger Frauen verantwortlich. In den Grabstätten fanden Archäologen, neben zum Glätten von Stoffen geeigneten Steinen, auch Bretter aus Walbeinen. Zwar sind sie Historiker nicht einwandfrei darüber einig, zu welchem Zweck diese Bretter genutzt wurden, aber Vermutungen gehen in Richtung eines Bügelbrett.

Diese tafelähnlichen Vorfahren der heutigen Bügelbretter wurden offenbar auf den Schoß gelegt und darauf gebügelt. Diese Bretter waren um die 40 cm lang. Natürlich hatten diese noch keine Beine.

Das Bügelbrett entwickelt sich weiter

Ein einfaches Bügelbrett

Später wurden in verschiedenen Kulturen zum Bügeln dann Tische oder größere Bretter verwendet. Dafür legte man ein längeres Brett auf zwei Stühle, die als Füße fungierten. Daraus entwickelt sie sich dann Schritt für Schritt das uns heute bekannte Bügelbrett. Die ersten Modelle wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfunden.

Und was ist mit dem Bügeleisen?

Die Entwicklung bei den Vorfahren unserer Bügeleisen waren massive Eisenstücke. Diese wurden mithilfe eines Feuers oder dem Herd erhitzt und wurden dann zum glätten der Kleidung und Stoffe verwendet. Eine Möglichkeit das Bügeleisen ständig auf Temperatur zu halten, damit die Bügelsohle ständig einsatzbereit ist, gab es noch nicht. Zum Bügeln verwendete man zwei dieser Eisengeräte, die dann jeweils im Wechsel aufgeheizt und verwendet wurden.

Später wurden dann Bügeleisen verwendet, in die man vor dem Bügeln heiße Kohlestücke legte. Damit wurde die Bügelsohle warm gehalten.

Weiterentwicklungen waren dann vor allem wärmeisolierte Griffe, abnehmbare Handgriffe und eingesetzte Wärmespeicherelemente. Dadurch konnte man sich die heiße Kohle sparen und die Bügeleisen konnten die Wärme länger speichern.

Das Bügeln bis heute

Im 19. Jahrhundert kamen dann die ersten elektrischen Bügeleisen auf den Markt. Natürlich zuerst den Reichen und Adligen vorbehalten. Relativ zeitgleich entwickelte sich das Bügeleisen in den USA und Europa weiter. Trotzdem verwendeten viele Menschen immer noch mechanische Bügeleisen. Denn Strom war zu diesem Zeitpunkt nicht für jeden zugänglich und sehr teuer.

Heute gibt es moderne Dampfbügeleisen und Dampfbügelstationen, die das Bügeln der Kleidung und Wäsche viel einfacher machen. Zusammen mit modernen, aktiven Bügeltischen ist der Zeitaufwand für das Bügeln deutlich gesunken.

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